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Pannen bei der Produktion: 

A380 wird für Airbus zum Sorgenkind

26. Mai 2008 17:13
Für manche Fluggesellschaften verzögert sich die A380-Auslieferung
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EADS-Chef Gallois hat anhaltende Schwierigkeiten bei der Produktion des Superjumbos eingeräumt. Die erneute Lieferverzögerung könnte für den Konzern teuer werden.

Der Superjumbo A380 und der Militärtransporter A400M bringen den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS irn arge Bedrängnis. «Es gibt noch bedeutende Risiken» bei der Produktion, sagte EADS-Chef Louis Gallois am Montag auf der Hauptversammlung des Konzerns in Amsterdam.

Nach einer Lieferverzögerung beim A380 von schon bis zu zwei Jahren werden demnach manche Kunden noch drei bis fünf Monate länger warten müssen. Der Flugzeugbauer Airbus hatte vor zwei Wochen angekündigt, das gesteckte Produktionsziel nicht vollständig erfüllen zu können.

Der Militärtransporter A400M ist sechs bis zwölf Monate hinter dem Zeitplan. Genauere Angaben über die anhaltenden Produktionsrisiken machte Gallois zunächst nicht. Die Vertragsstrafen könnten EADS bis zu 1,4 Milliarden Euro kosten. Das erste Exemplar der Neuentwicklung soll am 26. Juni vorgestellt werden.

Ärger mit deutsch-französischem Kräfteverhältnis

Unterdessen hat der Konzern neuen Ärger mit dem deutsch-französischen Kräfteverhältnis. Die französischen Airbus-Mitarbeiter sehen sich beim Stellenabbau und bei den gescheiterten Werksverkäufen von der deutsche Seite übervorteilt und hintergangen. Die Handelskammer von Toulouse, dem Sitz der Airbus-Zentrale, wirft deutschen EADS-Managern vor, den Verkauf zweier französischer Werke an Latécoère verhindert zu haben.

In einem Schreiben an das Wirtschaftsministerium ist von einer «Manipulation» die Rede, die ein «Todesurteil für tausende Jobs in Frankreich bedeutet». Die Zeitung «Le Parisien» zitierte am Montag aus der Beschwerde. Der gescheiterte Verkauf dreier deutscher Standorte sei nur ein Täuschungsmanöver gewesen, heißt es.

«An der Nase herumführen lassen»

Zudem hätte sich Paris im Ringen um die neue EADS-Führungsstruktur von Berlin «an der Nase herumführen lassen». Während in Frankreich schon 2000 Jobs gestrichen worden seien, sei in Deutschland kein einziger Arbeitsplatz weggefallen, zitierte die Zeitung den sozialistischen Abgeordneten Gerard Bapt. Nach Angaben des deutschen Airbus-Betriebsratsvorsitzenden Rüdiger Lütjen wurden bislang in Deutschland «durch natürliche Fluktuation» 400 Jobs abgebaut.

In dem Schreiben der Handelskammer wurde die französische Regierung als EADS-Großaktionär aufgefordert, auf der Hauptversammlung in Amsterdam mit «lauter und kräftiger Stimme» für die französischen Interessen einzustehen. (AP)

 
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