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Lahmgelegte Flughäfen: 

Warnstreiks überraschen innerdeutschen Flugverkehr

21. Mai 2008 14:50
Tafel in einem Flughafen
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Am Morgen sind 67 Flüge annulliert worden. Die Gewerkschaft Cockpit, die kurzfristig zu Kampfmaßnahmen aufgerufen hatte, wertete den Streik als «vollen Erfolg».

Mit einem kurzfristig anberaumten Warnstreik hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am Mittwochmorgen den innerdeutschen Flugverkehr weitgehend lahmgelegt. Bei Eurowings und der Lufthansa Cityline mussten 64 Flüge mit insgesamt 2200 Passagieren annulliert werden, bei Germanwings drei.

Der Warnstreik dauerte von 5.30 bis 8 Uhr morgens, Verspätungen und weitere Auswirkungen waren aber auch Stunden später noch spürbar. Grund für den Warnstreik sind getrennt geführte Verhandlungen über die Bezahlung der Piloten. «Da die Arbeitgeber in den jeweils bereits mehrmonatig dauernden Tarifverhandlungen keine verhandlungsfähigen Angebote vorlegen konnten, sahen sich die Cockpitvertreter aller drei Airlines gezwungen, die Tarifverhandlungen für gescheitert zu erklären», erklärte die Gewerkschaft.

Den Warnstreik bezeichnete Cockpit als «vollen Erfolg». Insgesamt seien 97 von 99 Flügen bestreikt worden. Die Pilotenvertreter bedauerten, damit auch Passagiere zu treffen. Sie hätten die Streikmaßnahmen bewusst in die frühen Morgenstunden gelegt, um noch eine anschließende Beförderung der Fluggäste zu ermöglichen.

Tarifstreit um Vergütung

Die Reaktionen der Geschäftsleitungen von Eurowings, Germanwings und Lufthansa Cityline hätten dem Cockpitpersonal aber keine andere Möglichkeit gelassen, als den Forderungen mittels Warnstreiks Nachdruck zu verleihen. Die Arbeitgeber hätten in den jeweils seit mehreren Monaten laufenden Tarifverhandlungen über die Vergütung keine verhandlungsfähigen Angebote vorgelegt. Die Vereinigung Cockpit vertritt rund 8200 Mitglieder.

Eine Lufthansa-Sprecherin bedauerte ihrerseits die entstandenen Unannehmlichkeiten für die Fluggäste. Eurowings und Lufthansa Cityline täten alles, um die Lage wieder zu stabilisieren. Germanwings meldete neben den drei Annullierungen noch Verspätungen bei 22 Flügen. Die Passagiere seien auf spätere Maschinen oder andere Gesellschaften umgebucht worden. Von den Verspätungen war nach ihren Angaben vor allem Köln/Bonn als Heimatflughafen des Unternehmens betroffen. (dpa/AP)


 
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