Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Annäherung im Internetbusiness: 

Microsoft will Yahoo-Kuh filetieren

20. Mai 2008 11:10
Ohne sie gibt es keine Milch
Bild vergrößern
Der lautstärkste Aktionär hat es verkündet: Der Windows-Konzern soll die Milch des Webportals nicht kriegen, ohne die ganze Kuh zu kaufen. Bedeutet: Yahoo gibt es nicht in Einzelteilen. Microsoft zieht trotzdem am Euter.

Jetzt reden sie wieder miteinander, der Softwareriese und der Suchmaschinengigant. Und die neueste Idee aus dem Hause Microsoft sieht laut der Nachrichtenagentur Reuters ungefähr so aus: Konzern-Chef Steve Ballmer würde gerne die Suchmaschinenfunktion Yahoos übernehmen und außerdem eine Minderheit des Unternehmens kaufen. Das meldet die Agentur auf ihrer Internet-Seite. Dagegen hat allerdings der neue lautstarke Yahoo-Aktionär, der Milliardär Carl Icahn, bereits protestiert: Ballmer solle nicht denken, er kriege die Milch – ohne die Kuh zu kaufen. Bisher klingt das neue Microsoft-Angebot eher danach, als wolle man sich mit dem Erwerb des Euters begnügen.

Die Popularität Yahoos hat dagegen nach dem Verhandlungsdesaster, das Unternehmenschef Yang angelastet wurde, einen weiteren Rückschlag erlitten. Der Konkurrent Google nämlich hat in den USA Yahoo erstmals als beliebteste Website abgelöst, wie aus dem Ranking der Marktforschungsfirma comScore für April hervorgeht. Google ist zwar schon lange die beliebteste Suchmaschine, aber die Gesamtzahl der Besucher lag unter Einbeziehung anderer Angebote wie E-Mail oder Fotodiensten bislang immer hinter Yahoo.

Microsoft überholt Yahoo

Auf die Goldwaage legen sollte man die Zahlen aber nicht, denn der Vorsprung von Google bei comScore ist äußerst knapp. Bei der Marktforschungsfirma Nielsen Online war Google schon länger die Top-Site. Die Zahlen bestätigen aber die Dominanz von Google über den Internetpionier Yahoo. Laut comScore kam Google im April in den USA auf 141,1 Millionen Besucher. Das war ein Anstieg um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, Yahoo legte um sieben Prozent auf 140,6 Millionen zu. Microsoft kam auf Platz drei mit rund 121 Millionen Besuchern.

Yahoo führt aber immer noch bei den Page Views, den Seitenaufrufen durch einen Nutzer. Das bedeutet, dass sich die Besucher bei Yahoo häufiger und länger aufgehalten haben. Yahoo kam auf 33,6 Milliarden Page Views, Google auf 28,7 Milliarden. (nz/AP)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Ausländische Studierende: 
Chinatown in Niedersachsen
Live Top 5
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.