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Antwort auf Regulierung auf dem Heimatmarkt: 

Telekom setzt auf Wachstum im Ausland

15. Mai 2008 12:51
Telekom: Wachsen im Ausland
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Konzernchef Obermann hält die Regulierung auf dem deutschen Markt für überzogen, schließlich sei der Wettbewerb schon knallhart. Die Unternehmensstrategie reagiert darauf. Einen Meilenstein hat die Telekom bereits erreicht.

Telekom-Chef René Obermann hat erneut die scharfe Regulierung des Unternehmens durch die Bundesnetzagentur kritisiert. Das Unternehmen setze auch deshalb auf Wachstum im Ausland.

Obermann sagte, die Preise im Markt seien zum Teil bereits um 90 Prozent gesunken und es bestehe knallharter Wettbewerb. «Dennoch werden wir weiter so reguliert, als ob sich seit der Marktöffnung nichts geändert hätte», bemängelte der Vorstandsvorsitzende auf der Telekom- Hauptversammlung in Köln.

Obermann: Regulierung hat Ziel erreicht

Obermann sagte, die Regulierung habe längst einen nachhaltigen Wettbewerb geschaffen und könne deshalb zurückgefahren werden. Jeder Cent Preissenkung bei Vorleistungsprodukten koste direkten Umsatz, bedeute zudem aber auch Anschlussverluste, weil die Telekom ihre Endkundenpreise nicht wie die Wettbewerber anpassen dürfe.

Obermann betonte am Tag nach der Einigung mit der griechischen Regierung zum Einstieg bei OTE, man setzte weiter auf Wachstum außerhalb von Deutschland. «Wenn sich die richtige Gelegenheit zum geeigneten Zeitpunkt bietet, denn werden wir sie auch zukünftig beim Schopfe packen», erklärte Obermann.

Strategie zielt auf Wachstum im Ausland

Wachstum im Ausland sei allein schon wegen der Regulierung in Deutschland nötig. Die Telekom müsse unter anderem wegen der als überzogen empfundenen Regulierung künftig noch unabhängiger vom deutschen Markt werden.

Der Telekom-Chef betonte, 2007 habe der Konzern erstmals mehr als 50 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaftet. In wenigen Jahren könne der Auslandsanteil zwei Drittel oder mehr ausmachen.

Obermann sieht großes Potenzial für OTE

In diese Strategie füge sich die Übernahme der Unternehmensführung bei OTE ein, sagte Obermann. Die griechische Telefongesellschaft sei nicht nur Marktführer in Griechenland, sondern habe weitere Tochtergesellschaften in Rumänien, Bulgarien, Mazedonien und Albanien. Zudem halte sie eine 20-Prozent-Beteiligung am Festnetz- und Mobilfunkmarktführer in Serbien.

Mit dem Einstieg und der Übernahme der unternehmerischen Führung bei OTE kämen 15 Millionen Mobilfunkkunden und neun Millionen Festnetzkunden neu in die Telekomgruppe. Das Potenzial bezifferte Obermann auf rund 56 Millionen Menschen in der Region.

«Disziplinierte Internationalisierungsstrategie»

Obermann sprach von einer «disziplinierten Internationalisierungsstrategie», die das Unternehmen fortgesetzt habe. Niemand in der Branche könne in den vergangenen zwölf Monaten auf eine vergleichbare Bilanz verweisen: Orange in den Niederlanden, SunCom in den USA, Immobilienscout24 und jetzt OTE ergäben insgesamt ein Transaktionsvolumen von mehr als 11 Milliarden Euro. (dpa)

 
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