14. Mai 2008 12:10
Der als streitbar bekannte US-Investor Icahn mischt sich bei Yahoo ein - wohl zur Freude der Aktionäre, die auf Yahoo-Chef Yang sauer sind. Der hatte Anfang Mai die Kaufofferte von Microsoft zurückgewiesen.
Eine Reihe von Großaktionären ist über die Weigerung der Yahoo-Führung sehr verärgert, einige Anteilseigner klagen bereits gegen das Unternehmen. Nach dem ersten Angebot von Microsoft war die Yahoo-Aktie kräftig gestiegen – nach der Ablehnung durch Yang war der Kurs abgestürzt.Welche Strategie Icahn genau verfolgt, war zunächst unklar. Er könnte aber über den Verwaltungsrat Yang drängen, das Microsoft-Angebot doch noch anzunehmen, berichtete der Wirtschafts-Fernsehsender CNBC. Ebenso könnte der Investor eine Mehrheit für die Ablösung Yangs suchen. Icahn hat schon in der Vergangenheit mehrfach versucht, bei Unternehmen eigene Strategien durchzusetzen. So hatte er Anfang 2008 Druck auf das Management von BEA Systems ausgeübt, so dass das Unternehmen letztlich an Oracle verkauft wurde. Beim angeschlagenen Handyhersteller Motorola dringt Icahn auf eine Aufspaltung des Unternehmens. (nz)