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Milliardär steigt bei Yahoo ein: 

Mit Icahn wächst der Druck auf Yahoo-Führung

14. Mai 2008 12:10
Firmenschild von Yahoo
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Der als streitbar bekannte US-Investor Icahn mischt sich bei Yahoo ein - wohl zur Freude der Aktionäre, die auf Yahoo-Chef Yang sauer sind. Der hatte Anfang Mai die Kaufofferte von Microsoft zurückgewiesen.

In den Kampf um den Internet-Konzern Yahoo kommt wieder Bewegung. Nach der geplatzten Übernahme durch Microsoft erwägt nun der streitbare US-Milliardär Carl Icahn einen Machtkampf mit der Yahoo-Führung, wie US-Medien berichten. Icahn habe 3,5 Prozent der Yahoo-Aktien erworben und wolle womöglich eigene Kandidaten für einen Teil des Yahoo-Verwaltungsrates aufstellen, schreibt das «Wall Street Journal» unter Berufung auf Kreise.

Anfang Juli wird das 10-köpfige Gremium auf der Hauptversammlung neu gewählt. Bis Donnerstag müssen Kandidaten benannt werden. Icahn könnte auf dem Aktionärstreffen somit eine Kampfabstimmung provozieren. Über den Verwaltungsrat könnte Icahn den Kurs des Unternehmens beeinflussen. Nach dem Bericht zogen die Aktien von Yahoo an der Wall Street um mehr als fünf Prozent an.

Carl Icahn
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Allerdings habe Icahn derzeit keine Zusicherung von Microsoft, das Angebot für Yahoo wieder aufleben zu lassen, zitiert das «WSJ» einen Insider. Weder Yahoo noch eine Sprecherin von Icahns Firma wollten dazu Stellung nehmen. Microsoft hatte Anfang Mai ein zuletzt auf 47,5 Milliarden Dollar erhöhtes Kaufangebot für Yahoo zurückgezogen, nachdem Yahoo-Chef Jerry Yang weiterhin mindestens 53 Milliarden Dollar gefordert hatte. Eine feindliche Übernahme wollte Microsoft nicht wagen.

Eine Reihe von Großaktionären ist über die Weigerung der Yahoo-Führung sehr verärgert, einige Anteilseigner klagen bereits gegen das Unternehmen. Nach dem ersten Angebot von Microsoft war die Yahoo-Aktie kräftig gestiegen – nach der Ablehnung durch Yang war der Kurs abgestürzt.

Welche Strategie Icahn genau verfolgt, war zunächst unklar. Er könnte aber über den Verwaltungsrat Yang drängen, das Microsoft-Angebot doch noch anzunehmen, berichtete der Wirtschafts-Fernsehsender CNBC. Ebenso könnte der Investor eine Mehrheit für die Ablösung Yangs suchen. Icahn hat schon in der Vergangenheit mehrfach versucht, bei Unternehmen eigene Strategien durchzusetzen. So hatte er Anfang 2008 Druck auf das Management von BEA Systems ausgeübt, so dass das Unternehmen letztlich an Oracle verkauft wurde. Beim angeschlagenen Handyhersteller Motorola dringt Icahn auf eine Aufspaltung des Unternehmens. (nz)

 
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