Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Einstieg des Saudi-Milliardärs geplatzt: 

Austrian Airlines fliegt weiter ohne Al Jaber

13. Mai 2008 09:29, ergänzt 11:12
Ötsch besteht auf Vertragserfüllung Jabers
Bild vergrößern
Weil er sich falsch informiert fühlte, hat der saudi-arabische Milliardär Al Jaber die Verhandlungen mit der Fluggesellschaft abgebrochen. Die nannte seine Forderungen «unerfüllbar». Jetzt suchen die Österreicher nach Alternativen.

Der geplante Einstieg des saudi-arabischen Milliardärs Mohammed al Jaber bei der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) findet nicht statt. Die staatliche Österreichische Industrie-Holding (ÖIAG), die 42 Prozent der AUA- Aktien hält, teilte am späten Montagabend mit, Gespräche mit dem Geschäftsmann, der sich im April verpflichtet hatte, 150 Millionen Euro für ein Aktienpaket von 20 Prozent an der Fluggesellschaft zu investieren, seien abgebrochen worden. Al Jaber habe unerfüllbare Forderungen gestellt. Bis zum 21. Mai könnte sich Al Jaber doch noch umentscheiden, sagte eine Sprecherin von Austrian Airlines (AUA) am Dienstag der Financial Times Deutschland.

Al Jaber, der in Wien mehrere Luxushotels besitzt, hatte sein Angebot Anfang Mai zurückgezogen, nachdem Netto-Verluste der AUA in Höhe von mehr als 60 Millionen Euro im ersten Quartal 2008 bekannt geworden waren. Unmittelbar danach war der Kurs der AUA-Aktie von 7,10 Euro auf 4,20 Euro gefallen. Al Jaber sagte, er sei bei den Vertragsverhandlungen über die wahre Lage der AUA getäuscht worden.

Die AUA besteht bisher allerdings auf Vertragserfüllung durch den Saudi mit österreichischem Pass. Der AUA-Vorstandsvorsitzende Alfred Ötsch hat inzwischen erkennen lassen, dass sich die österreichische Fluggesellschaft nach einem «strategischen Partner» umsehen werde, falls das Geschäft mit al Jaber scheitert.

Erster Kandidat für diese Partnerschaft ist nach Medienberichten die Lufthansa. Der österreichische Verkehrsminister Werner Faymann hatte sich allerdings gegen einen möglichen Einstieg der deutschen Airline ausgesprochen. Eine Partnerschaft mit der Lufthansa sei ganz sicher eine Bedrohung für den Wirtschaftsstandort Österreich, hatte Faymann der Zeitung «Österreich» gesagt. «Die AUA muss unbedingt österreichisch bleiben», sagte er. (dpa)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Ausländische Studierende: 
Chinatown in Niedersachsen
Live Top 5
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.