07. Mai 2008 12:17, ergänzt 12:20
Nach den Wertberichtigungen sind nun die Quartalszahlen auf dem Tisch - und die sehen für die Bayrische Landesbank gar nicht gut aus. Nur die operativen Geschäfte geben Anlaß zu Optimismus.
Die Finanzmarktkrise hat die Bayerische Landesbank tief in die roten Zahlen gerissen. Abschreibungen auf riskante Wertpapiere führten zu einem Quartalsverlust von 770 Millionen Euro vor Steuern, wie die BayernLB am Mittwoch mitteilte. Die Wertberichtigungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro hatte die BayernLB bereits im April bekanntgegeben. Im operativen Geschäft sei die Landesbank dagegen gut gestartet, sagte der neue Vorstandschef Michael Kemmer in München. Mit der Zusage des Freistaats Bayern und der bayerischen Sparkassen, mit 4,8 Milliarden Euro für die wackligen Wertpapiere zu bürgen, könne sich die Landesbank jetzt wieder auf das operative Geschäft konzentrieren.
Seit vergangenen Sommer hatten die riskanten Papiere ein Loch von insgesamt 4,3 Milliarden Euro in die Bilanz der BayernLB gerissen. Davon wurden 1,1 Milliarden Euro als Wertberichtigungen im ersten Quartal verbucht. Das machte die kräftigen Zuwächse bei Zins- und Provosionsüberschüssen nach der Übernahme der österreichischen Hypo-Alpe-Adria-Bank zunichte: Die Bank schloss mit einem Verlust von 770 Millionen Euro vor Steuern ab.