02. Mai 2008 22:20
Die Düsseldorfer Sparkasse hat ihre Drohung wahr gemacht, den Pleitier Pooth für die Kreditbürgschaft an sein Unternehmen Maxfield zur Rechenschaft zu ziehen. Der Unternehmer nahm sich einen neuen Anwalt.
Pooth trennte sich unterdessen von seinen bisherigen Verteidigern Christian Richter II und Johannes Latz. Stattdessen lasse er sich nun von Benedikt Pauka aus Köln vertreten, teilte ein Sprecher des 38-Jährigen mit. Pooth sei mit seinen bisherigen Anwälten durchaus zufrieden gewesen, aber er wolle jetzt einen Rechtsbeistand, der noch besser spezialisiert sei, sagte der Sprecher. Gegen Franjo Pooth ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Bestechung und Insolvenzverschleppung. Er soll Sparkassen-Vorstände mit wertvollen Geschenken korrumpiert haben.Pooth hatte zugegeben, dass er teure Fernseher an die Betroffenen liefern ließ. Mehrere Düsseldorfer Sparkassenmitarbeiter waren auch zur Hochzeit der Pooths nach Wien gereist. Der 38-Jährige erhielt für sein Unternehmen Maxfield von dem Geldinstitut Kredite in Höhe von über neun Millionen Euro. Der Düsseldorfer Sparkassen-Chef Heinz-Martin Humme war ebenso wie Vorstandsmitglied Karl-Heinz Stiegemann wegen der Affäre fristlos entlassen worden. Pooths Firma für MP3-Player hatte Anfang des Jahres Insolvenz angemeldet. (dpa)