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Nach Ablauf des Ultimatums: 

Microsoft erwägt feindliche Übernahme Yahoos

02. Mai 2008 14:26
Noch sind es zwei getrennte Unternehmen
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Microsoft ändert offenbar seine Strategie im Übernahmekampf um Yahoo. Medienberichten zufolge laufen bereits Vorbereitungen für eine feindliche Übernahme. Experten meinen, das Geschäft stünde unmittelbar bevor.

Im milliardenschweren Übernahmekampf um den Internet-Konzern Yahoo verhärten sich die Fronten: Der Softwareriese Microsoft will laut US-Medien mit einem unmittelbar bevorstehenden feindlichen Übernahmeversuch den Widerstand der Yahoo-Spitze brechen. Microsoft-Chef Steve Ballmer bekräftigte unterdessen, für Yahoo keinen Cent mehr zu bezahlen als das Unternehmen seiner Ansicht nach wert sei.

Microsoft werde seine Entscheidung zum weiteren Vorgehen in Kürze bekanntgeben, kündigte Ballmer am Donnerstag vor Mitarbeitern in der Konzernzentrale in Redmond im US-Bundesstaat Washington an. Dem «Wall Street Journal» zufolge erwarteten Insider noch am Freitag eine neue Mitteilung des weltgrößten Softwareanbieters.

Yahoo hatte ein Ultimatum Microsofts zur gütlichen Einigung am vergangenen Wochenende ohne Reaktion verstreichen lassen. Das Unternehmen lehnt das inzwischen drei Monate alte, ursprüngliche Angebot von 45 Milliarden Dollar als zu niedrig ab. Microsoft soll inzwischen eine Nachbesserung der Offerte von 31 auf bis zu 33 Dollar je Yahoo-Aktie in Aussicht gestellt haben. Yahoo und einige Großaktionäre wollten aber zwischen 35 und 37 Dollar, hieß es in Berichten. Mit dem Kauf will der weltgrößte Softwareanbieter den bei Online-Suche und Internet-Werbung dominanten Rivalen Google verschärft angreifen.

Beide Seiten setzten unterdessen ihre taktischen Manöver fort: Microsoft könne auch ohne Yahoo ein wettbewerbsfähiges Geschäft mit Online-Werbung aufbauen, sagte Ballmer dem «Wall Street Journal». Yahoo arbeitet unter Hochdruck an Alternativen zum Kauf durch Microsoft. So könne binnen einer Woche eine dauerhafte Kooperation mit Google bei Suchanzeigen vertragsreif sein. Beide testen dies bereits. Ein solches Bündnis würde jedoch von Wettbewerbshütern intensiv geprüft werden. Mit einer nicht-exklusiven Vereinbarung wollten Yahoo und Google die Bedenken ausräumen, hieß es in der Zeitung. (dpa-afx)


 
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