Finger weg von allzu bunten Bewerbungsmappen
08.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
«Rosa Papier, eine grausige Vorstellung», findet auch Michael Hoppenburg, Personalberater aus Dresden. Allerdings kommt es auf die Branche und das Unternehmen an, für das man sich bewirbt: «Wenn ein 'Kreativer' für eine Werbeagentur gesucht wird, liegt es auf der Hand, dass seine Bewerbung schon eine erste Arbeitsprobe ist.» Jedoch sollte man das Wesentliche nicht vergessen: «Die Bewerbung beinhaltet die ersten Verkaufsargumente für die eigene Person und diese Fakten müssen transportiert werden», sagt Hofert.
Die Kreativität muss also passen: «Wenn es um eine Stelle in einer Werbeagentur geht, kann daher schon eine CD oder DVD mit Bildern beigefügt werden.» Im positiven Fall kann man einer kreativen Bewerbung ansehen, «dass sich jemand ernsthaft mit genau dieser einen Position, auf die er sich bewirbt, auseinandergesetzt hat», erklärt Hoppenburg.
Man müsse sich außerdem die Arbeitsabläufe im Unternehmen vorstellen. Eine gebundene Bewerbungsmappe sieht zwar schön aus, macht aber der Personalabteilung nur Umstände, «wenn beispielsweise einzelne Dokumente rausgenommen oder kopiert werden müssen», erklärt Hofert. Eine Mappe mit einem dezenten rosa Streifen oder eine transparente Mappe sei hingegen in einem Stapel schwarzer Mappen einfacher wieder zu finden und erleichtere die Arbeit.
Viel Spielraum für Kreativität bieten der Lebenslauf und das Anschreiben. Im Lebenslauf können wichtige Positionen mit fetter Schrift oder unterlegten Schatten noch besser hervorgehoben werden, «so bekommt der Leser eine Navigationsstruktur und behält sich diese Punkte leichter», sagt Hofert. Das Anschreiben ist die eigentliche Bewerbung und kann kreativ formuliert werden: «Es kommt dabei darauf an, Aufmerksamkeit zu erzeugen, das Interesse an Ihnen zu wecken und den Wunsch auszulösen, Sie kennen lernen zu wollen», erklärt Hoppenburg. (Von Miriam Braun, dpa)

