Putzen macht schön
03.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
«Putzen gleicht dem Tanzen, was die Gestaltung der Bewegung betrifft», schreibt die Schweizer Ethnologin Katharina Zaugg, die sich seit vielen Jahren auch theoretisch mit dem Putzen beschäftigt. Wer die Gelegenheit nutze und sich in alle Richtungen biege zur Zimmerdecke oder in die Ecke hinter dem Schrank habe in wenigen Stunden alle Gelenke gedehnt und angeregt. Oder Boden wischen in der Hocke: «Eine der besten Übungen für Bauch- Rücken - und Beckenbodenmuskulatur», wie Zaugg festgestellt hat. «Stellen Sie den Schrubber weg», schlägt sie vor.
Sie empfiehlt Putzpartys, wie es sie inzwischen auch in den USA überall gibt: Eine Gruppe von Freundinnen trifft sich, um gemeinsam die Wohnung der einen zu reinigen. Nach Ende des Putzfestes könnten sich alle zu einem Essen treffen oder zu einem Ausflug. «Putz dich fit!» lautet das Motto der Autorinnen Kathrin Klemp und Christina Niemann. Aber zunächst einmal haben sie eine Reihe von praktischen Tipps parat mit Essig gegen Kalkreste, ein Schuss Cola reinigt den Abfluss, Salmiak lässt Fugen wieder erstrahlen gute Hausfrauen wissen so etwas bereits.
Auch für absolute Putzmuffel haben die beiden Expertinnen Tipps parat. Sich Rat und Hilfe holen zum Beispiel. Oder mit den Dingen beginnen, die Spaß machen. Wer ganz schnell und dringend eine geputzte Wohnung benötigt, weil sich beispielsweise die Schwiegermutter angekündigt hat, dem empfehlen die Autorinnen einen professionellen Reinigungsservice. Rezeptvorschläge und Schönheitstipps ergänzen das Fitness-Putz-Programm, denn: «Kochen beruhigt, genau wie das Putzen.» Und Lachs-Lasagne mit Brokkoli oder die Gemüsetarte mit Feigen lassen sich ja auch gut servieren bei einer Putzparty, wie sie die Amerikanerinnen veranstalten. (Susanne Gabriel, dpa)

