07.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Handy-Kosten im Ausland sind künftig gedeckelt
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die EU hat Obergrenzen für Handy-Gespräche im Ausland festgelegt. Wir dokumentieren, wieviel künftig für Auslandstelefonate fällig wird.
Der neue Tarif für Mobilfunkgespräche im EU-Ausland wird voraussichtlich ab August verfügbar sein. Für einen im EU-Ausland abgehenden Anrufe ist ein einheitlicher Höchstpreis von 49 Cent pro Gesprächsminute vorgesehen, hinzu kommt die Mehrwertsteuer in Deutschland liegt die Preisgrenze damit bei 58,31 Cent. Diese Grenze soll im kommenden Jahr auf 46 Cent netto (54,74 Cent brutto) und 2009 auf 43 Cent netto (51,17 Cent brutto) pro Gesprächsminute gesenkt werden.
Für die Annahme eines Handy-Gesprächs im EU-Ausland werden die Preise noch deutlicher sinken: Zunächst auf 24 Cent netto pro Gesprächsminute, 2008 dann auf 22 Cent und 2009 auf 19 Cent. Die deutschen Brutto-Höchstgrenzen sind entsprechend 28,56 Cent, 26,18 Cent und 22,61 Cent. Ab wann diese Preisgrenzen gelten hängt davon ab, wann die Richtlinie im EU-Amtsblatt erscheint.
Tarife werden automatisch umgestelltDie deutsche EU-Ratspräsidentschaft plant die Veröffentlichung für den 29. Juni, am 30. tritt die Richtlinie dann formal in Kraft. Einen Monat später müssen die Mobilfunkbetreiber ihre Kunden anschreiben und ihnen den neuen Tarif anbieten. Wer ihn dann sofort anfordert, muss innerhalb eines Monats auf den neuen Tarif umgestellt werden. Verbraucher, die nicht auf das Schreiben ihres Mobilfunkanbieters reagieren, werden zwei Monate nach dessen Eingang also Ende September in den Euro-Tarif übernommen.
Nur wer ausdrücklich widerspricht oder etwa auf Grund einer Flatrate oder anderer Paketlösungen schon von günstigeren Roaming-Gebühren profitiert, bleibt bei seinem bisherigen Vertrag. (AP)