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Dubiose Stromanbieter zocken mit Kunden-Geld

13. Apr 2007 11:27
Stromanbieter zocken Kunden ab
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Beim Wechsel des Strom-Anbieters sollten Kunden aufpassen: Manche Versorger spielen mit dem Geld der Kunden und setzen auf eine gefährliche Kettenbrief-Strategie.

Experten warnen vor dem übereilten Wechsel des Stromanbieters. Vor allem von Versorgern, die für einen längeren Zeitraum Vorkasse verlangen oder Strom zu Kampfpreisen anbieten, sei abzuraten. «Die Gefahr ist groß, dass mit Dumpingpreisen Kunden erst gelockt und dann im Stich gelassen werden», warnt der Bund der Energieverbraucher (BDE) in Rheinbach bei Bonn.

Das System könne wie bei einem Kettenbrief nur solange funktionieren, wie neue Kunden mit ihrer Vorkasse den Strom der Altkunden mit bezahlten oder die Verluste als Kosten der Markteinführung für eine Anlaufphase finanziert werden. Auf Dauer könne dies nicht funktionieren.

Preise decken nicht die Kosten

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Die Preise solcher Billiganbieter deckten oft nicht die Kosten. «Erst wenn die Preise im Stromgroßhandel und die Netzentgelte auf ein vernünftiges Niveau sinken, könnten neue Anbieter am Markt Erfolg haben», hieß es. Dafür müssten das Kartellrecht und die Netzregulierung verschärft werden. Die Bundesregierung sei hier auf dem richtigen Weg. Bevor der Anbieter gewechselt werde, sollten sich Kunden genau informieren, rieten die Verbraucherschützer.

Faktisch habe es bisher auf dem Strommarkt kaum Wettbewerb gegeben, da die Versorger die Preise angehoben und zugleich neue Anbieter vom Markt fern gehalten hätten, kritisierte der BDE. Nun komme wieder Bewegung in den Strommarkt.

Riskante Vorauszahlung

Derzeit locken verschiedene Billiganbieter die Verbraucher. Einige darunter – wie der Berliner Anbieter Flexstrom – rechnen nicht jede einzelne Kilowattstunde ab, sondern verkaufen Strompakete, die den gesamten Jahresverbrauch des Kunden abdecken sollen. Der Kunde muss nicht nur seinen ungefähren Jahresverbrauch schätzen – er muss ihn auch im Voraus bezahlen. Im Falle der Insolvenz des Anbieters, ist das Geld im schlimmsten Fall verloren. (nz)

 
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