netzeitung.deViele Billigflieger kassieren heimlich ab

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Passagiere eines Easyjet-Flugs (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Passagiere eines Easyjet-Flugs
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ob Gepäckgebühr oder Zahlung mit Kreditkarte: Billigflieger verlangen neben den Ticket-Kosten meist Gebühren, die das Fliegen unterm Strich erheblich verteuern.

Tickets von Billigfliegern sind nicht automatisch Schnäppchen. Zu diesem Schluss kommt die Zeitschrift «Reise & Preise», die die Buchungsbedingungen bei sieben Fluggesellschaften unter die Lupe genommen hat. Wie das in Buxtehude erscheinende Blatt berichtet, können die Nebenkosten dafür sorgen, dass sich der in der Werbung genannte Billigtarif um ein Mehrfaches erhöht.

Das gilt vor allem, wenn ein Passagier sein Ticket im Internet bestellt, ohne sich die Bedingungen näher anzuschauen. Dann läuft er bei mehreren Fluggesellschaften Gefahr, eine kostenpflichtige Reiseversicherung abzuschließen: Das entsprechende Kreuz auf der Webseite ist automatisch gesetzt und muss erst weggeklickt werden. Die meisten der Airlines verlangen zusätzlich eine Gebühr für Buchungen pro Kreditkarte. Easyjet beispielsweise versteckt den Hinweis, dass auch per Lastschrift gezahlt werden kann – bei Zahlung mit Kreditkarte werden überdies Gebühren von mindestens 7,50 Euro pro Buchung. Ryanair kassiert grundsätzlich, wenn Gepäck aufgegeben wird.

Je nach Anbieter ergeben sich laut dem Blatt «gängige Nebenkosten für Hin- und Rückflug» in Höhe zwischen etwa 20 und knapp 50 Euro – Steuern, Servicegebühren und Kerosinzuschläge oft inbegriffen. Hinzu kommen gegebenenfalls weitere, teils hohe Kosten für spezielle Wünsche. So lässt sich eine der Gesellschaften eine Namensänderung auf dem Ticket schlappe 100 Euro kosten. (nz/dpa)