23. Feb 2007 16:30
Als ausgewogene Mahlzeit gelten Pommes ohnehin nicht. Dass sie sogar Industriechemikalien enthalten, war allerdings bislang weitgehend unbekannt.
Pommes Frites sind nicht nur Kalorienbomben – unter Umständen sind sie auch noch krebserregend. So hat Stiftung Warentest laut einer jüngst in Berlin veröffentlichten Untersuchung herausgefunden, dass der Acrylamid-Gehalt von bei Wienerwald verkauften Pommes Frites den Grenzwert von 530 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm überschreitet. Pommes Frites von McDonald's lagen laut dem Test im Bereich des Grenzwertes.Acrylamide entstehen, wenn das Fett zu stark erhitzt wird und die Kartoffeln zu warm gelagert wurden. Der Schadstoff gilt als krebserregend und kann das Erbgut verändern. Gänzlich vermeiden lassen sich Acrylamide – die auch im Brot oder in Kartoffel-Chips enthalten sein können – nicht, der Schadstoffgehalt lässt sich aber laut Stiftung Warentest zumindest begrenzen.
Die besten Pommes gab es laut Stiftung Warentest bei Burger King: Sie schnitten mit der Note 'gut' ab. Im Mittelfeld bewegten sich Kentucky Fried Chicken, Nordsee und Frites van Holland von Karstadt sowie McDonald's, Wienerwald und Automaten-Fritten von McCain. Sie bekamen ein 'befriedigend' und fielen zum Teil wegen alten Fetts auf, das beim Frittieren verwandt wurde.Am schlechtesten wurden die frittierten Kartoffeln von Ikea bewertet. Sie bekamen ein 'mangelhaft'. Bei Ikea bemerkten die Verbraucherschützer ungesunde Transfettsäuren. Dabei kamen die Pommes aus dem Möbelkaufhaus in Einzelwertungen wie der Schadstofffreiheit und dem Geschmack hingegen 'sehr gut' weg.