21.02.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Nur keine Glühlempe wegwerfen! Als Wasserpfeife tut sie gute Dienste
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Mit dünnem Draht brachte sie Licht in die dunkelste Wohnung, gilt inzwischen aber als Auslaufmodell: Netzeitung.de beschreibt, wie die Glühbirne funktioniert - und warum man sie am besten rasch austauscht.
Die Glühbirne ist ein Energieverschwender: Nur etwa drei bis fünf Prozent des verbrauchten Stroms setzt sie tatsächlich in Licht um - der Rest verpufft als Wärme. Das Prinzip ist simpel: Ein dünner Draht wird durch elektrischen Strom so stark erhitzt, dass er leuchtet. Dieser Glühdraht besteht heute meist aus dem Element Wolfram.
Der umgebende Glaskolben ist in der Regel mit einem Gasgemisch gefüllt. Es verhindert das Verdampfen der Glühwendel sowie die Schwärzung des Kolbens verhindert. Besonders effektiv sind dabei so genannte Halogene, die eine höhere Betriebstemperatur erlauben. Halogenlampen haben daher eine bessere Lichtausbeute als andere Glühlampen.
Bis zu 20.000 WattDie mehr als ein Jahrhundert alte Technik hat sich für alle möglichen Anwendungen etabliert: Es gibt Glühlampen mit einer Leistung von 0,1 bis 20.000 Watt. Das erste Patent für eine Glühlampe erhielt 1841 der Engländer Frederick de Moleyns, der Holzkohlepulver zwischen zwei Platindrähten erhitzte.
Als Entwickler der ersten brauchbaren Glühlampe gilt der deutsche Uhrmacher und Optiker Heinrich Goebel, der 1854 eine Lampe mit einem Bambuskohlefaden baute - die Erfindung jedoch nicht wirtschaftlich verwerten konnte. Der ökonomische Durchbruch kam erst mit der Kohlefadenlampe, die der US Amerikaner Thomas Alva Edison von 1882 an zur Beleuchtung eines ganzen New Yorker Stadtviertels einsetzte.
Heute gilt die Glühlampentechnik vielen Forschern als Auslaufmodell. Die Birnen werden zunehmend durch Leuchtstofflampen ersetzt. Die sind nicht nur haltbarer, sie wandeln auch vier bis sechs Mal effizienter Strom in Licht um. Das spart 75 bis mehr als 80 Prozent Strom - bei derselben Lichtmenge. Deshalb werden sie oft als Energiesparlampen bezeichnet. (nz/dpa)