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Staat fördert Verbraucher beim Klimaschutz

19. Feb 2007 16:30
Holzpellets als Brennstoff
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Mit zahlreichen Fördermaßnahmen hilft der Staat Verbrauchern beim Umwelt- und Klimaschutz. Die Investition rentiert sich manchmal schon wenigen Jahren.

Von Daniel Rademacher

Die Politik diskutiert eifrig über eine neue Kfz-Steuer, die schadstoffarme Autos und damit das Umweltbewusstsein des Besitzers in besonderer Weise belohnt – staatliche Förderung gibt es für Privatleute in anderen Bereichen schon jetzt. Wer beispielsweise größere Modernisierungen am Eigenheim plant, etwa einen Austausch der Heizung oder die Sanierung einer Altbauwohnung, kann häufig auf günstige Kredite, Zuschüsse oder Steuererleichterungen zählen. Bei einer Solarstromanlage auf dem eigenen Hausdach ist sogar eine Vergütung für den eingespeisten Strom möglich. Die Fördermöglichkeiten für Privatleute sind indes ohne eingehende Beratung kaum zu durchdringen.

Aus diesem Grund hat das Bundesumweltministerium erst kürzlich eine Broschüre neu aufgelegt, in der rund 900 Fördermöglichkeiten auf EU- und Bundesebene sowie im kommunalen Bereich vorgestellt und erläutert werden. Bund und Länder fördern Maßnahmen zur Energieeinsparung – hauptsächlich solche zur Reduzierung von Kohlendioxid. Förderungen gibt es auch für den Einsatz Erneuerbarer Energien wie Solar- oder Windstrom sowie Strom aus Wasserkraft oder Erdwärme.

Moderne Heizung rentiert sich schnell

Verbraucherschützer der Stiftung Warentest gehen davon aus, dass sich die Investitionen, die sich etwa bei einer Heizungsmodernisierung schnell auf mehrere 10.000 Euro belaufen können, schon nach wenigen Jahren bezahlt machen. Größter staatlicher Förderer von Energiesparmaßnahmen ist nach Warentester die KfW. Je mehr Energie etwa ein Hausbesitzer mit der geplanten Sanierungsmaßnahme einspart, desto günstiger ist der Kredit.

Generell liegen solche Darlehen ohnehin unter dem marktüblichen Zinssatz. Neben der Sanierung unterstützt die KfW auch den Neubau von Energiesparhäusern oder die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen. Bundesweite Förderprogramme gibt es auch von der Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Hier können Hausbesitzer, die Anlagen für den Einsatz Erneuerbarer Energien installieren wollen, Zuschüsse beantragen. Dazu gehören zum Beispiel Solar- oder Holzpelletanlagen.

Länder und Kommunen fördern Ökomaßnahmen

Um die richtige Maßnahme und vor allem eine geeignete Finanzierung samt Förderweg zu finden, ist eine Beratung unabdingbar. Eine Untersuchung vor Ort kostet laut Stiftung Warentest schnell einige hundert Euro. Auch hier springt die Bundesanstalt unter Umständen ein und gibt einen Zuschuss für die Kosten eines unabhängigen Beraters. Die Verbraucherschützer raten in jedem Fall zu einem ausführlichen Gespräch mit einem Fachmann.

Regional sehr unterschiedlich sind die Fördermöglichkeiten der Länder und Kommunen. Sogar einzelne Energieversorger bieten Unterstützung in Sachen Klimaschutz an. Auch hierbei empfiehlt sich ein Blick in die Broschüre des Umweltministeriums. In manchen Fällen kommen für ein Vorhaben mehrere Förderungen in Betracht, aber nicht immer ist es möglich, die Unterstützung zu kombinieren. In diesem Zusammenhang weisen Fachleute auf Höchstgrenzen und das Verbot von Kombinationen hin.

Gas-Auto preiswerter

Außerdem ist es wichtig, den Antrag in der Regel vor Beginn der Maßnahme zu stellen, sonst sind die Aussichten von vornherein trübe. Auch hier gilt es, über die Richtlinien des einzelnen Programms genau Bescheid zu wissen.

Bei Fahrzeugen gilt die Faustregel: Je mehr Dreck hinten rauskommt, desto höher die Kfz-Steuer. Verschiedene Nachrüstsysteme bieten die Möglichkeit, die Schadstoff-Einstufung zu verbessern und so die Steuerlast zu senken.

Wer zum Beispiel noch ein altes Auto ohne Katalysator fährt, kann den Pkw damit nachrüsten und in eine günstigere Schadstoffklasse eingruppiert werden. Welche unterschiedlichen Möglichkeiten es bei Benzinern und Dieselfahrzeugen gibt, erklären die Automobilverbände. Sie geben auch Tipps zur Wirtschaftlichkeit der einzelnen Maßnahmen.

Sparen lässt sich überdies auch mit einem mit Autogas betriebenen Fahrzeug, wie der ADAC erläutert. Besteuert werden solche Wagen zwar wie Autos mit Ottomotoren, die Preise für Erdgas liegen aber deutlich unter denen für herkömmlichen Kraftstoff. Auch für die Anschaffung gibt es verschiedene Förderprogramme. (AP)

 
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