Staat fördert Verbraucher beim Klimaschutz
Die Politik diskutiert eifrig über eine neue Kfz-Steuer, die schadstoffarme Autos und damit das Umweltbewusstsein des Besitzers in besonderer Weise belohnt staatliche Förderung gibt es für Privatleute in anderen Bereichen schon jetzt. Wer beispielsweise größere Modernisierungen am Eigenheim plant, etwa einen Austausch der Heizung oder die Sanierung einer Altbauwohnung, kann häufig auf günstige Kredite, Zuschüsse oder Steuererleichterungen zählen. Bei einer Solarstromanlage auf dem eigenen Hausdach ist sogar eine Vergütung für den eingespeisten Strom möglich. Die Fördermöglichkeiten für Privatleute sind indes ohne eingehende Beratung kaum zu durchdringen.
Aus diesem Grund hat das Bundesumweltministerium erst kürzlich eine Broschüre neu aufgelegt, in der rund 900 Fördermöglichkeiten auf EU- und Bundesebene sowie im kommunalen Bereich vorgestellt und erläutert werden. Bund und Länder fördern Maßnahmen zur Energieeinsparung hauptsächlich solche zur Reduzierung von Kohlendioxid. Förderungen gibt es auch für den Einsatz Erneuerbarer Energien wie Solar- oder Windstrom sowie Strom aus Wasserkraft oder Erdwärme.
Generell liegen solche Darlehen ohnehin unter dem marktüblichen Zinssatz. Neben der Sanierung unterstützt die KfW auch den Neubau von Energiesparhäusern oder die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen. Bundesweite Förderprogramme gibt es auch von der Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Hier können Hausbesitzer, die Anlagen für den Einsatz Erneuerbarer Energien installieren wollen, Zuschüsse beantragen. Dazu gehören zum Beispiel Solar- oder Holzpelletanlagen.
Regional sehr unterschiedlich sind die Fördermöglichkeiten der Länder und Kommunen. Sogar einzelne Energieversorger bieten Unterstützung in Sachen Klimaschutz an. Auch hierbei empfiehlt sich ein Blick in die Broschüre des Umweltministeriums. In manchen Fällen kommen für ein Vorhaben mehrere Förderungen in Betracht, aber nicht immer ist es möglich, die Unterstützung zu kombinieren. In diesem Zusammenhang weisen Fachleute auf Höchstgrenzen und das Verbot von Kombinationen hin.
Bei Fahrzeugen gilt die Faustregel: Je mehr Dreck hinten rauskommt, desto höher die Kfz-Steuer. Verschiedene Nachrüstsysteme bieten die Möglichkeit, die Schadstoff-Einstufung zu verbessern und so die Steuerlast zu senken.
Wer zum Beispiel noch ein altes Auto ohne Katalysator fährt, kann den Pkw damit nachrüsten und in eine günstigere Schadstoffklasse eingruppiert werden. Welche unterschiedlichen Möglichkeiten es bei Benzinern und Dieselfahrzeugen gibt, erklären die Automobilverbände. Sie geben auch Tipps zur Wirtschaftlichkeit der einzelnen Maßnahmen.
Sparen lässt sich überdies auch mit einem mit Autogas betriebenen Fahrzeug, wie der ADAC erläutert. Besteuert werden solche Wagen zwar wie Autos mit Ottomotoren, die Preise für Erdgas liegen aber deutlich unter denen für herkömmlichen Kraftstoff. Auch für die Anschaffung gibt es verschiedene Förderprogramme. (AP)

