06. Okt 2006 13:51
Verbraucher zahlen einem Energie-Verband zufolge mehrere Milliarden Euro zu viel an ihre Stromversorger. Die Kunden sollten ihre Rechnung einfach entsprechend kürzen, empfahl der Verband.
Stromkunden zahlen nach Berechnungen des Bundes der Energieverbraucher (BDE) wegen überhöhter Energiekosten jährlich 26 Milliarden Euro zu viel. So seien die Stromkosten je Kilowattstunde etwa 5,2 Cent zu hoch. Durchschnittlich kostet die Kilowattstunde derzeit etwa 20 Cent inklusive aller Steuern und Abgaben, sagte BDE-Chef Aribert Reimann.Würden die Strompreisen um diese Höhe gesenkt, würde das die Versorgungssicherheit nicht gefährden. Die Branche hatte in der Vergangenheit argumentiert, die höheren Strompreise resultierten aus einer vergleichsweise höheren Versorgungssicherheit. Außerdem würde der Neubau von Kraftwerken nicht beeinträchtigt.
Diese Belastungen seien nicht länger hinnehmbar, betonte Peters. Die Verbandsberechnungen seien der Bundesnetzagentur, dem Bundeskartellamt und dem Wirtschaftsministerium zugestellt worden.Den Verbrauchern empfahl der Verbraucherschützer, die Stromrechnung um die betreffenden rund fünf Cent pro Kilowattstunde zu kürzen, solange der Versorger die höheren Kosten nicht nachgewiesen habe. Der Versorger sei bis zu einer gerichtlichen Entscheidung nicht berechtigt, den Strom abzuschalten, betonte Peters.