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Lupe Radioaktiv belastete Mineralwässer entdeckt

In Bayern und Nordrhein-Westfalen sind den Lebensmittelbehörden Mineralwässer aufgefallen, deren radioaktive Strahlung unzulässig hoch sei. Bayern weigert sich indes, den Namen des Herstellers zu nennen.

Wegen zu hoher radioaktiver Belastung sind in Bayern und Nordrhein-Westfalen zwei Mineralwassermarken aufgefallen, die von den Herstellern mit dem Zusatz «geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung» beworben werden. So übersteigt das Mineralwasser «Tip Herrather Jungbrunnen» nach Messungen der Lebensmittelaufsicht Mönchengladbach den zulässigen Strahlungswert um fast ein Drittel, sagte ein Stadtsprecher und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Magazins «Spiegel».

Der Hersteller habe bis kommenden Donnerstag Gelegenheit, sich zu dem Vorwurf zu äußern. Die Supermarktketten Extra und Real, in deren Filialen das Wasser verkauft wird, kündigten indes an, die Produkte vorerst aus den Regalen nehmen.

Bayern will Hersteller nicht nennen
Ursache für die Belastung ist laut «Spiegel» ein zu hoher Anteil der Radionuklide Radium 226 und 228. Die Abfüllerfirma Krings Fruchtsaft verwies indes auf andere Messungen, denen zufolge die radioaktive Strahlung des Wassers unter dem erlaubten Wert für Babynahrung liege. Trotzdem wolle das Unternehmen nun einen Filter installieren, «der die Einhaltung des zulässigen Grenzwertes» in jedem Fall sicherstelle, hieß es.

Auch bayerische Behörden fanden laut «Spiegel» in einem Mineralwasser für Säuglingsnahrung zu hohe Strahlenwerte. Das Verbraucherministerium weigere sich jedoch, den Namen des Herstellers zu nennen. (nz)