netzeitung.deDatenklau trifft auch Visa-Kunden in Europa

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Kreditkarten (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Auch europäische und deutsche Kreditkarten-Kunden sind von dem Datendiebstahl in den USA betroffen. Visa fordert seine Kunden auf, die Konten im Blick zu behalten.

Die Sicherheitslücke bei dem US-Unternehmen CardSystems betrifft auch europäische Kunden. Wie das Unternehmen Visa am Montag in Frankfurt mitteilte, sind potenziell 800.000 in Europa ausgegebene Visa-Karten betroffen. Bei rund 40.000 dieser Karten seien die kompletten Magnetstreifendaten entwendet worden, so dass größte Betrugsgefahr bestehe.

Visa habe die ausgebenden Banken über die betreffenden Kartennummern informiert. Die Kreditkarten-Kunden wurden aufgefordert, ihre Konten im Auge zu behalten und ihre Bank bei ungewöhnlichen Bewegungen sofort zu informieren.

Vielfältige Schutzmechanismen
Das Unternehmen verwies auf vielfältige Schutzmechanismen, die bei der Zahlungsabwicklung eingebaut seien. Mit ihrer Hilfe könnten kriminelle Aktivitäten schnell erkannt und der Schaden für die Kreditkartenbesitzer minimiert werden. Die globale Betrugsquote mit Visa-Karten liege bei historisch niedrigen 0,07 Prozent.
CardSystems gesteht Fehler
Der Kreditkarten-Dienstleister CardSystems hatte zuvor eingestanden, für das Sicherheitsleck verantwortlich zu sein. Beim Anbieter MasterCard waren dabei insgesamt 13,9 Millionen Kreditkartenkunden betroffen, deren Daten durch Eindringen in das Computersystem von CardSystems angezapft wurden. Nach Angaben des Unternehmens waren allerdings nur Informationen von 68.000 MasterCard-Konten aus dem CardSystems-System entfernt worden. Dies sind besonders gefährdete Kreditkartenbesitzer.

Das «Wall Street Journal» verwies am Montag darauf, dass bei Visa USA insgesamt 22 Millionen Kreditkarten potenziell gefährdet seien. American Express habe nicht mitgeteilt, wie viele Konten betroffen waren. Discover, die Kreditkartensparte von Morgan Stanley, wollte nach Darstellung der Zeitung keine Angaben machen. (nz)