netzeitung.dePfizer-Studie zeigt Risiko durch Schmerzmittel

 Herausgeber: netzeitung.de

Der Verdacht, Cox-2-Hemmer könnten die Gefahr von Herzinfarkten erhöhen, wird durch eine neue Studie des Herstellers Pfizer gestützt. Nach Vioxx macht auch das Pfizer-Präparat Celebrex Sorgen.

Das Schmerzmittel Celebrex des US-Pharmakonzerns Pfizer birgt im Vergleich zu Placebos ein höheres Risiko von Herzattacken. Das sei das Ergebnis einer neuen Studie, teilte Pfizer am Freitag am Firmensitz New York mit. Die Teilnehmer der Testreihe, auf dem die Studie beruhe, würden das Präparat zunächst nicht mehr verabreicht bekommen.

Laut Pfizer widersprechen die Ergebnisse einer weiteren laufenden Studie. In beiden Untersuchungen wird der Einsatz des auch bei Rheuma eingesetzten Scherzmittels in der Krebstherapie verfolgt. Bei der parallelen Studie seien bislang keine Probleme aufgetaucht, betonte der Konzern. Die jüngsten Ergebnisse seien daher unerwartet und müssten geklärt werden.

Cox-2-Hemmer unter Verdacht
Die Wirkung von Celebrex beruht auf so genannten Cox-2-Hemmern. Der Wirkstoff war von einigen Medizinern bereits unter Generalverdacht gestellt worden, nachdem der US-Hersteller Merck & Co. sein ebenfalls darauf beruhendes Schmerzmittel Vioxx Ende September weltweit vom Markt genommen hatte.

Laut Pfizer deuten die Ergebnisse auf ein etwa 2,5-fach erhöhtes Risiko von Herzattacken und -infarkten bei der Einnahme von Celebrex im Vergleich zu Placebo-Pillen hin. Im Rahmen der Vioxx-Marktrücknahme war hier ein Wert von drei für das Merck-Medikament genannt worden.

In Kanada hatten die Gesundheitsbehörden bereits Hinweise erhalten, dass auch Celebrex Herz-Risiken birgt. Die dort vorliegenden Daten waren allerdings noch nicht eingehend geprüft worden. (nz)