Aktuelle Untersuchung:
Buntstifte und Radiergummis voller Giftstoffe
28.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Diese Buntstifte hätten gar nicht in den Handel gelangen dürfen. Auch wenn keine unmittelbare Gefahr bestehe, wenn ein Kind am lackierten Stift kaue, sollten die Schadstoffe nicht über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden. Zahlreiche Schadstofffunde gab es auch bei anderen Produkten: In einem Fasermaler fanden die Tester das krebserzeugende Lösemittel Benzol.
Blei und chromhaltige Farbe ermittelten sie in einem Deckfarbkasten. Und auch in Radiergummis fanden sich Schadstoffe, vor allem in solchen aus PVC. Ein Radierer bestehe beispielsweise zu 23 Prozent aus einem fortpflanzungsgefährdenden Phthalat-Weichmacher.
Die Tester empfahlen, nicht wahllos jedes vermeintliche Schnäppchen zu kaufen und auf Prüfsiegel anerkannter Einrichtungen, wie des TÜV zu achten, die etwas mehr Sicherheit gäben. Das europäische CE-Zeichen hingegen sei nur eine Selbstauskunft der Anbieter und werde von keiner unabhängigen Stelle kontrolliert. Die Experten halten es für sinnvoll, Buntstifte aus naturbelassenem Holz ohne farbige Lackschicht zu kaufen.
Denn vor allem die Lacke erwiesen sich als belastet. PVC-freie Radierer oder solche aus Naturkautschuk kämen ohne Phthalat-Weichmacher aus. Das Gleiche gelte für Lineale aus unlackiertem Holz. Ein weiterer Vorteil: Sie halten den Angaben zufolge länger als die meisten Kunststoffprodukte. Eine gute Einkaufsquelle können auch Schülerumweltläden sein, die in der Pause eine Auswahl an Schreibwaren verkaufen, berichtete Stiftung Warentest. (AP)

