28. Aug 2008 10:28
Viele sind angesichts hoher Strompreise auf der Suche nach dem günstigsten Anbieter und setzen dabei auf Stromtarif-Portale im Internet. Doch nicht jedes findet wirklich das beste Angebot. Stiftung Warentest nennt vier gute.
Am besten schnitt bei der Untersuchung das Portal Verivox.de ab. Es überzeugte die Tester nicht nur im Hinblick auf die Suchergebnisse, sondern auch bei der Darstellung und den Informationen. Als einziges der elf getesteten kostenlosen Stromtarifportale bekam Verivox.de die Note «Sehr gut» – der Rechner zeigte eine Trefferquote von 99 Prozent.Die Note «Gut» erhielten die Anbieter Tarifvergleich.de, Toptarif.de und Wer-ist-billiger.de. «Bei den 'guten' und dem 'sehr guten' Anbieter stimmen die Preise meistens», sagte «test»-Redakteur Thomas Müller. Dagegen bewertete die Stiftung vier Tarifrechner mit «Mangelhaft»: Stromtip.de, Stromforyou.de, Energieboerse-deutschland.de und Stromtarife.de.
Sie fielen vor allem deshalb durch, weil sie nach Feststellung der Tester kaum einen der günstigsten Tarife fanden. Manchmal lägen die angegebenen Preise «bis zu 15, 20 Prozent daneben», so Müller. Das aber merke der Verbraucher erst beim Wechsel zu dem vorgeschlagenen Stromanbieter.
Die Stromtarifrechner im Internet erstellen bei Eingabe des Jahresverbrauchs und der Postleitzahl eine Liste der günstigsten Stromtarife. Die Verbraucher sollten aber immer genau hinsehen, riet die Stiftung Warentest. Gerade die Vertragsbedingungen von vermeintlichen Topangeboten enthielten viel Kleingedrucktes und seien oft nur gegen Vorkasse oder mit einer Vertragsbindung von mindestens zwölf Monaten zu haben. In der Test-Kategorie «Richtigkeit der Preisangaben» erhielt nur Verivox.de die Bestnote «sehr gut».
Die meisten Tarifrechner finanzieren sich überwiegend durch Provisionen, die sie bei einem Anbieterwechsel vom neuen Versorger kassieren. Kann der Kunde auf dem Portal den Wechselantrag eines Stromanbieters ausfüllen oder herunterladen, dann ist dieser Anbieter Geschäftspartner des Portals. Energieverbraucherportal.de und Stromtarife.de verzichten auf solche Provisionen. (nz/dpa-AFX)