25.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Kochen mit Gas wird teurer.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Gasversorger läuten bereits die sechste Preisrunde in diesem Jahr ein - mit dem bislag stärksten Anstieg. Verbraucher sollten deshalb genau die Preise vergleichen und auf Preis-Garantien achten.
Vor zehn Tagen war es der Energiekonzern RWE, einige Wochen zuvor bereits Konkurrent Eon: Nach und nach melden die Versorger Erhöhungen der Gaspreise an. Wie das Verbraucherportal Verivox berichtet, haben 103 Gasanbieter Preissteigerungen zum 1. September angekündigt. Künftig müsse ein Musterhaushalt 15 Prozent mehr bezahlen, was eine Mehrbelastung von 202 Euro im Jahr bedeute.
Die letzte Preisrunde liegt erst wenige Wochen zurück. Zum 1. August setzten 104 der 750 Gas-Anbieter die Tarife um knapp 13 Prozent nach oben. Die meisten Erhöhungen gibt es laut Verivox in Nordrhein-Westfalen. Hier erhöhen demnach 41 Anbieter die Preise um durchschnittlich 15 Prozent. In Bremen steige der Tarif um 20 Prozent, was zu einer Mehrbelastung von 252 Euro führe. In Hamburg sollen die Preise ebenfalls um 15 Prozent steigen. Für Berlin ermittelten die Energieexperten des Portals einen Anstieg der Erdgaskosten um 14 Prozent.
Enormer Preisschub durch RWE-Töchter«Nach Januar, März, Mai, Juni und Juli ist dies bereits die sechste und die bei weitem stärkste Preisrunde in diesem Jahr», kommentierte der Verivox-Energiefachmann Peter Reese. «Wir gehen davon aus, dass die Gaspreise bis Jahresende bundesweit um durchschnittlich 20 Prozent erhöht werden.»
Den größten Preisschub hat Verivox bei den Töchtern des Energiekonzerns RWE ermittelt. So erhöhe die RWE Westfalen-Weser-Ems AG die Preise in der Lieferregion Emsland um 29 Prozent, in der Lieferregion Westfalen-Weser um 27 Prozent. Auch bei der RWE Rhein-Ruhr AG würden die Gaspreise um 27 Prozent angehoben, hieß es. Damit entstünden für den Durchschnittshaushalt Mehrbelastungen von bis zu 376 Euro im Jahr.
Die Verivox-Experten raten daher zum Vergleich der Gaspreise. In vielen Fällen könnten Verbraucher durch einen Tarif- oder Anbieterwechsel mehrere hundert Euro jährlich sparen. Ein besonderer Blick sollte auf Preisgarantien geworfen werden die schützen beispielsweise für ein Jahr vor ständigen Preiserhöhungen. (nz)