Substanz aus der PET-Flasche: 

netzeitung.deGeschmack bei Wasser aus Einweg oft verfälscht

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Keine Gefahr bei Mineralwasser aus der Mehrwegflasche (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Keine Gefahr bei Mineralwasser aus der Mehrwegflasche
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Beim Discounter ist das Mineralwasser oft günstig - womöglich schmeckt es aber nicht rein. Denn in vielen Fällen geben die Einweg-Kunststoffflaschen eine Substanz ans Wasser ab, fand Stiftung Warentest heraus.

Der Deutschen liebstes Getränk ist und bleibt das Mineralwasser. Um beim Einkauf das Gewicht zu reduzieren, greifen viele zu den leichten Kunststoffflaschen, den so genannten PET-Flaschen. Wer reines und geschmacklich neutrales Wasser trinken will, sollte aber dabei besser zu Mehrwegflaschen greifen, wie die Stiftung Warentest rät.

Die Tester stellten bei einer Untersuchung von Mineralwässern in PET-Flaschen nämlich fest, dass vielfach der Geschmack verfälscht ist – und zwar durch erhöhte Anteile an Acetaldehyd, wie die Stiftung in der neuen Ausgabe ihrer Zeitschrift «test» berichtet. Die Substanz stammt aus dem Kunststoff. Gelangt sie ins Wasser, gibt sie ihren typisch fruchtig-aromatischen Geschmack ab.

Nicole Merbach von Stiftung Warentest gibt allerdings Entwarnung: In den gefundenen Mengen sei Acetaldehyd nicht gesundheitsgefährdend. «Wir haben maximal 30 Mikrogramm pro Liter gefunden und diese Zahl ist auch noch sehr weit vom europäischen Grenzwert entfernt.»

«Klassisches» Mineralwasser in Mehrwegflaschen schnitt bei Reinheit und Geschmack indes besser ab. Das gilt auch für Plastikflaschen. Der Grund: In Mehrweg-Kunststoffflaschen wird in der Regel ein Acetaldehyd-Blocker beigemischt, der den bei der Herstellung entstehenden Stoff bindet. So wird verhindert, dass er in das abgefüllte Wasser übergeht. Bei vielen Einwegflaschen werde der Blocker aus Kostengründen dagegen eingespart, kritisieren die Tester.

Warentest prüfte 30 Medium-Mineralwässer in PET-Flaschen und fand in zehn Wässern zu hohe Mengen Acetaldehyd. Dabei handelte es sich ausschließlich um Produkte von Discountern. Zugleich kamen die Tester zum Ergebnis, dass die auf den Etiketten angegebenen Mineralstoffgehalte stimmen. (nz)