Geklaut, verloren - einfach weg:
Das sollte man beim Handy-Verlust machen
23.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Handy sperren
Zunächst ist es ratsam, die Sim-Karte des Handys über die Service-Hotline des Anbieters sperren zu lassen. Meist müssen dafür laut Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in Kiel Handy-Rufnummer, Sim-Karten- und Kundennummer oder Kundenkennwort angegeben werden. Am besten notieren sich Handy-Besitzer diese Daten schon, wenn sie das Gerät in Betrieb nehmen. Die Sim-Nummer finden sie auf der herausnehmbaren Sim-Karte.
Anzeige erstatten
Geklaute Handys sollten Nutzer sofort bei der Polizei melden. So zahlt möglicherweise die Versicherung den Schaden. Wenn das Handy bei einem Wohnungseinbruch gestohlen wurde, ist die Hausratversicherung zuständig. Manche Kunden haben mit dem Mobilfunkvertrag auch eine Versicherung fürs Handy abgeschlossen.
Fundbüros absuchen
«Wenn ich weiß, wo ich mein Handy liegengelassen habe, suche ich am besten das entsprechende Fundbüro auf», rät Thomas Hagen von der Verbraucherzentrale in Kiel. Die Kommunen, öffentliche Verkehrsbetriebe oder die Deutsche Bahn sammeln verlorene Gegenstände. Bei der Bahn können Besitzer auch per Onlinedatenbank nach ihrem Mobiltelefon fahnden. Das Unternehmen sucht außerdem selbst anhand der IMEI-Nummer nach den Besitzern.
Neue Sim-Karte bestellen
Findet sich das Handy nicht wieder an, muss neben einem neuen Gerät auch eine neue Sim-Karte her. Diese kann beim jeweiligen Mobilfunk-Anbieter normalerweise zusammen mit dem Sperranruf bestellt werden. Die Kosten für die neue Karte bewegen sich bei den vier Netzanbietern zwischen 15 und 20 Euro. Die Laufzeit eines abgeschlossenen Vertrages wird durch den Kauf einer Ersatzkarte nicht verändert. Auch die Rufnummer sollte gleichbleiben.
Neues Gerät kaufen
Ein einfaches neues Handy gibt es ab rund 60 Euro. Ein subventioniertes Mobiltelefon erhält in der Regel nur, wer beim Kauf einen Zwei-Jahres-Vertrag abschließt. Beim Kauf gebrauchter Handys ist Vorsicht geboten, sagt Thomas Hagen: «Man muss auf die Seriösität des Händlers achten.» (Von Felix Magin, dpa)

