22.01.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die schlechten Nachrichten betreffen nur relativ wenige Aktieninhaber
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Gesellschaft für Konsumforschung weist darauf hin, dass nur relativ wenig Deutsche überhaupt Aktien besitzen. Erst andauernd schlechte Nachrichten würden das Konsumverhalten beeinträchtigen.
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erwartet, dass die Konsumneigung der Bundesbürger vom weltweiten Börsenbeben nicht übermäßig stark getroffen wird. GfK-Handelsexperte Wolfgang Twardana sagte den «Nürnberger Nachrichten», 85 Prozent der Bundesbürger seien von dem Börsencrash nicht betroffen, da sie weder direkt noch indirekt - über Fonds - in Aktien investiert hätten.
Die Finanzmarktprobleme sei bisher hauptsächlich in Wirtschaftsfachblättern diskutiert worden und hätten so die breite Masse gar nicht erreicht, meinte Twardana. «Da haben sich die Preissteigerungen von Milchprodukten vor ein paar Wochen stärker auf das Verbraucherverhalten ausgewirkt, als dies jetzt die Kursrückgänge auf den Aktienmärkten tun werden.»
Allerdings ändere sich die Situation, wenn über einen langen Zeitraum hinweg ständig neue negative Meldungen von den Finanzmärkten kämen oder es tatsächlich einen Konjunktureinbruch geben sollte. Wenn dadurch plötzlich fast alle Menschen betroffen wären, «dann würde auch die Konsumstimmung sehr schnell kippen», sagte Twardana der Zeitung. (AP)