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Dax schließt mit Verlusten

14. Mai 2007 10:08, ergänzt 20:35
Trotz DaimlerChrysler-Werten an der Spitze schloss der Dax mit einem Minus. Händler machen die anstehenden US-Verbraucherpreise verantwortlich.

Der Dax hat am Montag mit Verlusten geschlossen. Der deutsche Leitindex sank um 0,26 Prozent auf 7459,61 Zähler. Der MDax der mittelgroßen Werte verzeichnete hingegen ein leichtes Plus von 0,08 Prozent auf 10.783,50 Punkte. Für das Technologiewerte-Barometer TecDAX ging es um 0,10 Prozent auf 858,32 Zähler nach oben.

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«Die Anleger halten sich vor den am Dienstag anstehenden US-Verbraucherpreisen zurück», sagte Händler Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel. Zudem sorge der Markt sich darum, dass mit der auslaufenden Berichtssaison die Impulse von den Unternehmenszahlen weniger würden. Allerdings rechne niemand mit einem deutlichen Kursrückgang.

DaimlerChrysler an die Spitze

Die Aktie von DaimlerChrysler stieg nach der Nachricht vom Verkauf der Mehrheit an der US-Tochter Chrysler mit plus 1,80 Prozent an die Dax-Spitze. Eine Tochtergesellschaft des Finanzinvestors Cerberus werde einen Anteil in Höhe von 80,1 Prozent an der zukünftigen Chrysler Holding übernehmen, teilte das Unternehmen mit.

Aktien der Deutschen Börse verloren optisch 0,88 Prozent – da das Papier ex Dividende von 3,40 Euro gehandelt wird, legte es aber faktisch zu. Einem Pressebericht zufolge wächst der Widerstand von Aktionären gegen die Übernahme der US-Optionsbörse ISE. Am Indexende verloren die Titel der Deutschen Postbank nach überraschend schwachen Zahlen 1,66 Prozent. «Die Ergebnisse sind neben der Depfa Bank die erste negative Überraschung im Bankensektor», sagte ein Börsianer.

Übernahmefantasien stärken Hugo Boss

Im MDax sorgten ebenfalls Unternehmensbilanzen für Bewegung. Das Papier von Bilfinger Berger stieg um 1,53 Prozent. Nach der ersten Einschätzung eines Händlers sind die Zahlen stark ausgefallen. Auch Analysten bewerteten die Zahlen positiv, merkten aber kritisch an, der Ausblick sei «sehr vage». Hochtief gewannen 2,33 Prozent. Die australische Tochter Leighton hat wegen des anhaltenden Baubooms und der starken Nachfrage nach Rohstoffen den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben.

Hugo Boss stiegen wegen Übernahmefantasien um 1,84 Prozent. An der Mailänder Börse wurden Aktien des Großaktionärs Valentino am Vormittag von Handel ausgesetzt. Der italienische Modekonzern steht offenbar vor einer Übernahme durch Finanzinvestoren. «Das schürt natürlich auch Fantasie für Hugo Boss», sagte ein Börsianer.

Verlierer Freenet

Im TecDax führten Titel von Freenet mit einem Minus von 3,70 die Verliererliste an. Investoren kritisierten nach Ansicht eines Analysten den um Sondereffekte bereinigten Gewinn nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen, der niedriger als vorhergesagt ausgefallen war. Dem Experten zufolge fürchten die Marktteilnehmer, dass sich die Kosten für die Neukundengewinnung früher oder später in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen dürften.

Der EuroSTOXX 50 ging mit minus 0,21 Prozent auf 4413,72 Zähler aus dem Handel. In Paris und London schlossen die Börsen ebenfalls im Minus. In den USA verbuchte der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss Gewinne, während der Nasdaq 100 Verluste verzeichnete.

Die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere stieg auf 4,29 (Freitag: 4,19) Prozent. Der Rentenindex REX sank um 0,43 Prozent auf 115,06 Punkte. Der Bund Future verlor 0,27 Prozent auf 116,47 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3549 (Freitag: 1,3486) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7381 (0,7415) Euro. (dpa)

 
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