Anstieg auf über neun Prozent in Deutschland:
EU erwartet deutlich höhere Arbeitslosenquote
03.11.2009
Herausgeber: netzeitung.de
«Die Wirtschaft in der EU kommt wieder aus der Rezession», sagte Wirtschaftskommissar Joaquín Almunia. «Wir müssen jetzt überlegen, wie wir am besten den negativen Folgen der Krise auf Arbeitsmärkte, öffentliche Haushalte und Wachstumspotenzial begegnen.» Mit Blick auf Krisenmaßnahmen wie Kurzarbeit warnte die EU-Kommission, dass die derzeit stabile Beschäftigungslage und geringe Produktivität «kaum nachhaltig» seien.
In diesem Jahr wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut der Schätzung in der EU um 4,1 Prozent, in der Eurozone um 4,0 Prozent einbrechen. Für Deutschland befürchtet die EU-Kommission einen Einbruch von 5,0 Prozent. Das sind 0,4 Punkte weniger als im Frühjahr vorhergesagt.
Zwar war die exportabhängige deutsche Wirtschaft laut Kommission unter den Industrienationen mit am schlimmsten getroffen. Mit seiner Wettbewerbsfähigkeit dürfte Deutschland aber auch gut aufgestellt sein, um von der anziehenden Konjunktur in den Schwellenländern zu profitieren.

