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SPD-Abgeordnete verlässt ihre Fraktion
15. Nov 2001 17:00, ergänzt 17:35

Die SPD-Abgeordnete Christa Lörcher ist aus der Bundestagsfraktion ausgetreten. Sie war die einzige SPD-Politikerin, die gegen den Bundeswehreinsatz stimmen wollte.
 
Thema: Regierungskrise
Die bevorstehende Vertrauensfrage von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat schon im Vorfeld Folgen für die Fraktion. Die Abgeordnete Christa Löcher aus Villingen-Schwenningen ist am Donnerstag aus der Fraktion ausgetreten. Dies bestätigte eine Fraktionssprecherin der Netzeitung.

Nachdem bekannt geworden war, dass Lörcher nicht den Bundeswehreinsatz unterstützen wollte, war sie aufgefordert worden, ihr Mandat niederzulegen. Wie ein Fraktionssprecher der Nachrichtenagentur dpa sagte, will sie ihr Mandat jedoch behalten. Lörcher bliebe damit als Fraktionslose im Bundestag. «Damit haben wir eine Stimme weniger», kommentierte eine Fraktionssprecherin den Austritt.

Mehr im Internet:
Stimmen aus der Fraktion zufolge gilt als sicher, dass keiner der verbliebenen 293 SPD-Abgeordneten gegen den Bundeswehreinsatz und damit gegen die rot-grüne Koalition stimmen wird. Bei den für Donnerstagabend und Freitagmorgen vorgesehenen Sitzungen der Fraktion werde es daher auch keine Probeabstimmungen geben, hieß es weiter.

Damit hängt die Zukunft des Regierungsbündnisses allein von sieben grünen Abgeordneten ab, die sich bis zuletzt ablehnend oder unentschlossen gegenüber der Abstimmung am Freitag geäußert hatten. (nz)






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