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US-Märkte legen Pause ein

28. Dez 2006 15:47, ergänzt 22:31
Die Aktienmärkte in den USA haben nach dem Rekordhoch vom Vortag leicht nachgegeben. Apple waren nach Berichten über das umstrittene Aktienoptionsprogram im Blick.

Die Aktienmärkte in den USA haben am Donnerstag schwächer tendiert. An der New Yorker Börse gab der Leitindex Dow Jones um 0,1 Prozent auf 12.501,52 Punkte nach. An der Computerbörse Nasdaq sank der Composite Index um 0,2 Prozent auf 2425,57 Zähler.

Nach einem neuen Rekordstand des Dow Jones am Mittwoch haben die Anleger eine kleine Verschnaufpause eingelegt, hieß es am Markt. Die vorgelegten Konjunkturdaten hätten den Markt kaum bewegt, resümierte ein Händler.

Der Ölpreis holte nach Veröffentlichung der wöchentlichen Lagerdaten etwas auf: Kontrakte auf US-Öl zur Lieferung im Februar schlossen an der Warenterminbörse Nymex bei 60,53 Dollar pro Barrel (159 Liter) und damit 19 Cent mehr als am Mittwoch. Das Energieministerium hatte zuvor einen leichten Rückgang der Öl-Lagerbestände gemeldet. Die Vorräte an Heizöl und Benzin nahmen dagegen zu.

Auf und Ab bei Apple

Aktien von Apple Computer gerieten nach neuen Nachrichten zu den Ungereimtheiten bei den Aktienoptionsprogrammen unter Druck und gaben 0,8 Prozent ab. Bereits am Mittwoch hatte das Papier zu Handelsbeginn fünf Prozent abgegeben, sich aber dann im Verlauf erholt.

Im Dow Jones Johnson & Johnson mit einem Plus von 0,6 Prozent vorn. Der Konsumgüter- und Kosmetikhersteller hatte am Mittwoch gemeldet, dass die Übernahme der Healthcare-Sparte von Pfizer abgeschlossen wurde. Pfizer beendeten den Handel 0,3 Prozent leichter.

Alcoa beendeten den Handel unverändert. Der Aluminiumproduzent hat sich nach eigenen Angaben mit der Gewerkschaft auf einen neue Tarifvertrag geeinigt. Unter Druck waren dagegen Citigroup. Die Papiere gaben um 0,9 Prozent nach.

Mehr Arbeitslose in der Vorwoche

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche um 1000 auf 317.000 gestiegen. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Analysten hatten eine Zunahme auf 316.000 Erstanträge erwartet. Der Wert für die Vorwoche wurde von 315.000 auf 316.000 nach oben revidiert. Der aussagekräftigere Vier-Wochen-Durchschnitt verringerte sich um 10.250 auf 315.750 Erstanträge.

Chicago Einkaufsmanagerindex deutlich gestiegen

Die Geschäftstätigkeit im Mittleren Westen der USA hat sich im Dezember unerwartet deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago sei saisonbereinigt von 49,9 Punkten im Vormonat auf 52,4 Punkte gestiegen, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung von Chicago am Donnerstag mit. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg auf 50,0 Punkte gerechnet. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.

Unerwartet gutes Verbrauchervertrauen

Die Zuversicht der US-Verbraucher ist im Dezember unerwartet stark auf den besten Wert seit April dieses Jahres gestiegen. Der Index über das Vertrauen in die Wirtschaftsentwicklung der kommenden drei bis sechs Monate sei stärker als erwartet auf 109 Punkte gestiegen, teilte das Conference Board, ein Forschungsinstitut der Privatwirtschaft, am Donnerstag in New York mit. Im November hätten die revidierten Berechnungen noch bei 105,3 Punkten gelegen. Besonders optimistisch werden den Angaben nach die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt angesehen. Die Werte hätten ein Fünf-Monate-Hoch erreicht, heißt es.

Verkäufe gebrauchter Häuser nehmen zu

Die Verkäufe bestehender Häuser haben im November in den USA angezogen. Wie die nationale Immobilienvereinigung am Donnerstag mitteilte, stiegen die Verkäufe um 0,6 Prozent auf eine bereinigte Rate von 6,28 Millionen Einheiten. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 6,2 Millionen gerechnet. Der durchschnittliche Verkaufspreis fiel weiteren Angaben nach im Vorjahresvergleich um 3,1 Prozent auf 218.000 Dollar.

Spekulationen um Ermittlungen bei Apple

Um den Computerhersteller Apple mehren sich die Spekulationen über Manipulationen bei Aktienoptionen für Führungskräfte. Die «Financial Times» berichtete am Mittwoch von einer Untersuchung wegen möglicher Dokumentenfälschung zu Gunsten führender Mitarbeiter des Computerherstellers. Die Aktienoptionen von Vorstandschef Steve Jobs seien 2001 möglicherweise nicht korrekt gebilligt worden, schrieb das Blatt. Apple-Sprecher Steve Dowling sagte am Mittwoch, das Unternehmen werde der Börsenaufsicht die Ergebnisse interner Ermittlungen zu den Vorwürfen vorlegen, nannte aber keine weiteren Einzelheiten. (nz)

 
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