12. Mrz 2008 16:42
Nur kurzzeitig konnte durch Intervention der Notenbanken der Dollar gestärkt werden. Der Euro steigt unaufhaltsam weiter. Die Gründe hierfür liegen auch in den USA.
Allein die US-Notenbank hatte den Geschäftsbanken 200 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt, was die US-Währung kurzzeitig gestärkt hatte. Seit Ausbruch der US-Immobilienkrise im vergangenen Sommer ist der Euro unaufhaltsam gestiegen. Grund sind Sorgen vor einem Abgleiten der USA eine Rezession sowie mittlerweile deutlich höhere Zinsen im Euro-Raum. Das macht Geldanlagen in Euro attraktiver. Die US-Notenbank hat in mehreren Schritten den Leitzins in der größten Volkswirtschaft der Welt auf mittlerweile drei Prozent gesenkt. Beobachter halten eine weitere Lockerung der geldpolitischen Zügel auf bis zu 1,75 Prozent angesichts schwacher US-Konjunkturdaten für wahrscheinlich.
Die Europäische Zentralbank ist dieser Geldpolitik wegen der steigenden Inflation im Euro-Raum bisher nicht gefolgt. Der entscheidende Leitzins liegt seit vergangenem Sommer bei vier Prozent. Erst in der vergangenen Woche hatte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung auch im gemeinsamen Währungsraum gedämpft. (AP)