29. Feb 2008 10:27
Der Preis für Öl hat im asiatischen Handel ein neues Rekordhoch erreicht. Händler führen das auch auf die Unsicherheit an den Finanzmärkten zurück: Öl werde inzwischen als Finanzinvestment gesehen.
Der US-Ölpreis hat am Freitag in Singapur die Marke von 103 Dollar übersprungen und damit seine Rekordjagd fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im April kostete in der Nacht zum Freitag in der Spitze 103,02 Dollar. Am Morgen lag der Preis mit 102,67 Dollar nur knapp unter diesem Rekord. Im Vergleich zum Schlussstand am Vortag verteuerte sich Öl damit um acht Cent. Händler an der Börse in Singapur führten das auf die andauernde Dollarschwäche und eine Äußerung von US-Notenbankchef Ben Bernanke zurück, nach der die Fed zur Unterstützung der amerikanischen Wirtschaft weiter auf Zinssenkungen setzen werde. «Ich glaube wirklich, dass Öl inzwischen als ein Finanzinvestment angesehen wird», sagte Analyst Phil Flynn von Alaron Trading. Angesichts der nach wie vor bestehenden Unsicherheit an den Finanzmärkten böten die Rohstoffmärkte eine Alternative.
Zudem verwiesen Händler auf Berichte über Unterbrechungen der Ölversorgung in Nigeria und Irak. Hinzu komme auch, dass der Kursverfall des Dollar den Ölpreis für einige Marktteilnehmer verbillige. (dpa/AP)