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Schwache US-Konjunkturdaten: 

Euro steigt auf fast 1,52 Dollar

28. Feb 2008 18:12
US-Notenbankchef Ben Bernanke
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Der Euro hat nach skeptischen Äußerungen des US-Notenbankchefs Bernanke zur US-Konjunktur ein neues Allzeithoch erreicht. Die US-Wirtschaft ist zuletzt kaum noch gewachsen.

Die jüngsten schwachen US-Konjunkturdaten haben den Euro auf ein neues Rekordhoch getrieben. Am Donnerstagnachmittag erreichte die Gemeinschaftswährung mit 1,5195 US-Dollar den höchsten jemals erreichten Wert. Händler verwiesen auf weitere zurückhaltende Kommentare des US-Notenbankchefs Ben Bernanke. Dieser sagte am Donnerstag in Washington, die amerikanische Wirtschaft befinde sich in einer schwächeren Position als vor der Rezession 2001.

Im vierten Quartal war die US-Wirtschaft wegen der Immobilien- und Finanzkrise nur noch um magere 0,6 Prozent gewachsen, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Wirtschaftswissenschaftler und Analysten hatten mit einem Wachstum von 0,8 Prozent gerechnet. Im vorangegangenen Quartal betrug das Wachstum noch 4,9 Prozent. Die Inflation nahm gleichzeitig zu.

Für das erste Quartal 2008 rechnen die Volkswirte damit, dass sich die Dynamik weiter verlangsamt: Sie tippen auf ein Wachstum von nur noch 0,4 Prozent. Schlechte Zahlen kamen auch aus der Baubranche. Die Ausgaben für Bauprojekte fielen im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 25,2 Prozent – das ist der größte Rückgang seit 26 Jahren.

Notenbankchef Bernanke sagte, die ansteigende Inflation im Land mache die Arbeit der Zentralbank schwerer. Noch am Mittwoch hatte vor dem Kongress gesagt, dass er mit «einer Phase schleppenden Wachstums» rechne, gleichzeitig aber die Bereitschaft signalisiert, die Wirtschaft durch weitere Zinssenkungen zu unterstützen. Bei steigender Inflation ist dies für die Zentralbank wegen damit verbundener Risiken für die Wirtschaft nur noch eingeschränkt möglich.

Seit September hat die Notenbank den wichtigsten Leitzins bereits schrittweise auf drei Prozent gesenkt. Die Wirtschaft soll auch mit Hilfe des vom Kongress beschlossenen Konjunkturprogramms in Höhe von 168 Milliarden Dollar wieder angekurbelt werden. Vor Journalisten im Weißen Haus sagte US-Präsident George W. Bush am Donnerstag, die US-Konjunktur befinde sich in einer Phase der wirtschaftlichen Abschwächung, jedoch nicht in einer Rezession.

Nun brauche es eine gewisse Zeit, bis das vor wenigen Wochen beschlossene Konjunkturprogramm Wirkung zeigen könne, sagte Bush. Weitere Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaftsentwicklung lehnte er dabei ab. (nz/dpa)

 
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