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Ölpreis kratzt an der 100-Dollar-Marke

21. Nov 2007 09:08, ergänzt 10:00
Ölraffinerie in den USA
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Der Ölpreis war am Mittwoch zeitweise nur noch Centbeträge von dem dreistelligen Rekordwert entfernt. Ursache ist die derzeitige Schwäche des Dollars. Eine japanische Schule kürzt Kindern das Mittagessen.

Der US-Ölpreis ist am Mittwoch erstmals über 99 Dollar gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl, das als Referenzsorte für den weltweiten Ölpreis gilt, verteuerte sich in der Nacht zum Mittwoch im asiatischen Handel auf bis zu 99,20 Dollar.

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Im weiteren Handelsverlauf gab der US-Ölpreis wieder etwas nach. Zuletzt kostete US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) 98,84 Dollar und damit 81 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Händler begründeten die neuerliche Rekordjagd der Ölpreise vor allem mit dem schwachen Dollar.

Am Dienstag war der Euro erstmalig seit seiner Einführung über die Marke von 1,48 Dollar gestiegen. Am späten Abend legte die europäische Gemeinschaftswährung auf bis zu 1,4851 Dollar zu. Ein schwacher Dollar macht die in der US-Währung notierten Rohstoffe wie das Öl für viele Investoren billiger. Auch dies lässt die Nachfrage steigen und mithin die Preise.

Als weiterer Grund wurden neben dem schwachen Dollar auch Berichte über Probleme in zwei Raffinerien in den USA und Kanada sowie Spekulationen über eine erneute Leitzinssenkung der US-Notenbank genannt. Der Analyst Victor Shum von Purvin & Gertz sagte, nun nehme der Markt die 100-Dollar-Marke ins Visier. Jeff Brown von FACTS Global Energy verwies auf langfristige Gründe für die steigenden Preise: Die Nachfrage nach Öl nehme zu und die Versorgungslage sei angespannt.

Schulessen gekürzt

In Japan wirkt sich der Ölpreis auf besondere Weise aus: Schüler einer Grundschule in Tokios Nachbarstadt Yokohama müssen im Januar an zwei Tagen auf ihr Schulessen verzichten. Grund sind die gestiegenen Lebensmittelkosten, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Dadurch lägen die Kosten für das Schulessen um fast zehn Prozent über den veranschlagten Ausgaben.

In Yokohama bereiten sämtliche 347 städtischen Grundschulen ihr Schulessen selbst zu. Dafür sammeln sie monatlich von den Schulkindern 3700 Yen oder rund 220 Yen pro Tag (rund 1,40 Euro) ein. Höhere Gebühren für das Schulessen seien nicht erlaubt, hieß es. (dpa-AFX/AP)

 
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