21. Nov 2007 09:08, ergänzt 10:00
Der Ölpreis war am Mittwoch zeitweise nur noch Centbeträge von dem dreistelligen Rekordwert entfernt. Ursache ist die derzeitige Schwäche des Dollars. Eine japanische Schule kürzt Kindern das Mittagessen.
Im weiteren Handelsverlauf gab der US-Ölpreis wieder etwas nach. Zuletzt kostete US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) 98,84 Dollar und damit 81 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Händler begründeten die neuerliche Rekordjagd der Ölpreise vor allem mit dem schwachen Dollar.Am Dienstag war der Euro erstmalig seit seiner Einführung über die Marke von 1,48 Dollar gestiegen. Am späten Abend legte die europäische Gemeinschaftswährung auf bis zu 1,4851 Dollar zu. Ein schwacher Dollar macht die in der US-Währung notierten Rohstoffe wie das Öl für viele Investoren billiger. Auch dies lässt die Nachfrage steigen und mithin die Preise.
Als weiterer Grund wurden neben dem schwachen Dollar auch Berichte über Probleme in zwei Raffinerien in den USA und Kanada sowie Spekulationen über eine erneute Leitzinssenkung der US-Notenbank genannt. Der Analyst Victor Shum von Purvin & Gertz sagte, nun nehme der Markt die 100-Dollar-Marke ins Visier. Jeff Brown von FACTS Global Energy verwies auf langfristige Gründe für die steigenden Preise: Die Nachfrage nach Öl nehme zu und die Versorgungslage sei angespannt.