EU will besser auf Finanzmarktkrisen reagieren
13.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Das Ziel eines gemeinsamen EU-Krisenmanagements sei es, «die Stabilität der Finanzmärkte zu garantieren, nicht einzelne Bankinstitute zu erhalten». Diese Formulierung ist aus deutscher Sicht heikel: Zuletzt wurden hierzulande zwei Institute die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB und die SachsenLB mit Hilfe von Garantieerklärungen in Milliardenhöhe vor dem Zusammenbruch gerettet, nachdem sie im Zuge der US-Immobilienkrise in Not geraten waren. Die EU-Kommission prüft derzeit, ob die Transaktionen mit dem EU-Beihilferecht vereinbar sind.
Wie es weiter hieß, streben die EU-Finanzminister auch eine bessere Abstimmung der Aufsichtsbehörden jener Länder an, in denen internationale Bankenkonzerne tätig sind. Es gehe darum, bereits in «normalen Zeiten» Vorkehrungen für den Fall zu treffen, «dass eine finanzielle Lastenverteilung nötig wird», zitierte das «Handelsblatt» aus dem Papier. Ferner geplant sei der Aufbau grenzüberschreitender «Instrumente», um Krisen des Finanzsystems rascher zu erkennen. (nz)

