EZB pumpt erneut Geld in den Markt
06.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Bereits am Mittwoch hatte die EZB mitgeteilt, aus ihrer Sicht habe sich die Lage am europäischen Geldmarkt - dem Handel zwischen den Banken - wegen starker Schwankungen wieder verschärft. Die Notenbank stehe bereit, zu geordneten Bedingungen am Euro-Geldmarkt beizutragen.
Am Donnerstag beriet die Europäische Zentralbank (EZB) auch über das Zinsniveau im Euro-Raum. Wegen der Turbulenzen an den Märkten rechneten die meisten Ökonomen damit, dass die Notenbank auf ihre ursprünglich geplante Zinserhöhung verzichten und den Leitzins bei 4,0 Prozent belassen wird. Die Entscheidung der EZB sollte am Nachmittag bekannt gegeben werden.
Die US-Notenbank Fed geht unterdessen davon aus, dass sich die Immobilienkrise zumindest bislang kaum negativ auf die übrige Wirtschaft ausgewirkt hat. Die Verknappung von Krediten als Folge der Immobilienkrise habe allerdings die Lage auf dem Wohnungsmarkt weiter verschärft, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht.
Die meisten Banken hätten ihre Richtlinien für die Vergabe von Hypothekenkrediten verschärft, hieß es. Das so genannte Beige Book der Fed war mit Spannung erwartet worden, erhoffen sich Analysten doch Hinweise auf die weitere Zinspolitik der Notenbank. Viele Ökonomen rechnen damit, dass die Zentralbank bei ihrer nächsten regulären Sitzung am 18. September den Leitzins um mindestens 0,25 Punkte senken wird. (nz/dpa/ap)

