Opec übt sich vorerst in Geduld
Hintergrund ist demnach auf der einen Seite der in den vergangenen Wochen gestiegene Ölpreis. So verteuerte sich ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl in den vergangenen drei Wochen von rund 56 auf zuletzt gut 62 Dollar. Auf der anderen Seite deuten Wirtschaftsdaten auf eine sich abschwächende Weltkonjunktur hin und die Öllagerbestände in den USA sind relativ stabil.
Hohe US-Lagerbestände bei einem gleichzeitig steigenden Preis für frisches Opec-Öl könnten nach Auffassung zahlreicher Kartell-Vertreter zu einer erhöhten Nachfrage nach gelagertem Öl führen und den Einfluss der Opec auf den Markt verringern.
Bei einer Sondersitzung in Katar hatten die Mitgliedstaaten die Drosselung um 1,2 Millionen Barrel täglich beschlossen. Zuvor förderte das Kartell rund 28 Millionen Barrel am Tag. Die Senkung war die erste seit zwei Jahren. Der Schritt war angesichts des Rückgangs des Ölpreises 78,40 Dollar pro Barrel im Juli auf weniger als 60 Dollar erfolgt.
«Wir müssen im Augenblick nichts tun», zitiert das Wirtschaftsblatt einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter der Opec. Dennoch werde die Organisation den Markt genau beobachten. Es sei gut möglich, dass es Ende Januar oder Anfang Februar 2007 ein erneutes Treffen geben könne, um die Fördermenge zu überdenken. (nz)

