09.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Homepage von OpenBC Screenshot: nz
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
OpenBC strebt in den kommenden sechs Monaten einen Börsengang an. Mit dem Erlös will die Online-Kontaktplattform international expandieren.
Das Internet-Netzwerk Open Business Club (OpenBC) will binnen sechs Monaten an die Börse gehen. «Wir planen in den nächsten sechs Monaten den Börsengang», sagte der Gründer und Vorstandsvorsitzende Lars Hinrichs am Donnerstag in Hamburg. Das Portal für Geschäftskontakte strebe eine Notierung im Prime Standard der Frankfurter Börse an.
Geld für internationale ExpansionZum Börsengang sei eine Kapitalerhöhung geplant, hieß es. Zahlende Mitglieder der Plattform sowie Moderatoren und besonders engagierte Mitglieder sollten bei der Zuteilung von Aktien bevorzugt werden. Status und Dauer der Mitgliedschaft entscheiden dabei unter anderem über die Zuteilung. Eine festgelegte Preisspanne werden es nicht geben, kündigte Hinrichs an. Vielmehr werde es ein Preis sein, «der marktadäquat ist». Zudem werde es eine Ausschüttung an Altaktionäre geben, jedoch nicht an das Management.
OpenBC will mit dem Erlös der Emission stärker international ausrichten und soll dazu im November in Xing umbenannt werden. «Den internationalen Wachstumskurs wollen wir als börsennotiertes Unternehmen fortsetzen», sagte Vorstandschef Hinrichs. OpenBC betreibt sein Portal seit drei Jahren und hat nach eigenen Angaben knapp 1,5 Millionen Mitglieder. 13 Prozent der Mitglieder nutzen das kostenpflichtige Angebot und zahlen monatlich 5,95 Euro.
Konkurrenz zu JobbörsenIm Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr konnte OpenBC den Umsatz auf knapp sechs Millionen Euro nach 1,6 Millionen Euro im Vorjahr steigern. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres lag der Umsatz bei 2,8 Millionen Euro. Zugleich sei ein positives Ergebnis erzielt worden, hieß es. Derzeit erziele OpenBC fast 80 Prozent des Umsatzes in Deutschland.
Zugleich kündigte Hinrichs an, im kommenden Jahr mit einem Marktplatz zu starten, um Dienstleistungen, Aufträge und Jobs anbieten zu können. «Wir begeben uns damit in eine direkte Konkurrenz mit Jobbörsen», sagte der OpenBC-Chef. (nz)