24. Jul 2006 08:43
Die Anzeichen mehren sich, dass es im Nahost-Konflikt zu Verhandlungen zwischen Israel und der Hisbollah kommen könnte. Der Ölpreis gab daraufhin zum Wochenauftakt leicht nach.
Die Hoffnung auf eine Beruhigung der kriegerischen Auseinandersetzungen im Libanon hat den Ölpreis am Montag leicht sinken lassen. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte WTI zur Auslieferung im September kostete im asiatischen Geschäft 74,24 Dollar und damit 19 Cent weniger als bei Handelsschluss am Vortag. Hintergrund der leichten Beruhigung des Marktes sind jüngste Äußerungen aus Israel. Der israelische Verteidigungsminister Amir Perez hat sich am Wochenende für einen Nato-Einsatz im Libanon ins Gespräch gebracht. Israel würde eine Schutztruppe vorübergehend akzeptieren, sagte er. Die libanesische Armee sei allein nicht im Stande, die Hisbollah zurückzuhalten.
Zudem hat die Hisbollah nach libanesischen Angaben indirekten Verhandlungen mit Israel über einen Gefangenenaustausch zugestimmt. Die libanesische Regierung wolle federführend sein, wenn eine dritte Partei die Vermittlungen übernehme, sagte Parlamentspräsident Nabih Berri am Wochenende. Die Sorge vor einer Ausbreitung des Krieges in der Region hat den Ölpreis in den vergangenen Tagen auf einen neuen Rekordstand von über 75 Dollar getrieben. Im arabischen Raum lagert ein Großteil der weltweiten Ölvorräte. (nz)