Entführungen in Nigeria treiben Ölpreis
Angesichts der Aktionen der Aufständischen im Delta-Gebiet, der wichtigsten Förderregion des afrikanischen Landes, ist der Export inzwischen aber deutlich gesunken: Verschiedene Medien sprechen von einem Minus zwischen 15 und 25 Prozent. So lässt beispielsweise Shell angesichts der Angriffe und Drohungen inzwischen die Produktion von täglich 455.000 Barrel ruhen.
Einen Tag zuvor hatten Aufständische Attentate auf ausländische Mitarbeiter von Ölfirmen angekündigt. Die Gruppe nennt sich «Bewegung für Emanzipation im Nigerdelta». Sie hat in den vergangen Monaten Sabotageakte gegen Ölanlagen verübt und mehrere Ausländer entführt. Im Juni vergangenen Jahres wurden in der Region zwei deutsche Mitarbeiter des Baukonzerns Bilfinger Berger verschleppt, sie kamen nach drei Tagen wieder frei
Die Aufständischen fordern, dass mehr Geld aus den Öleinnahmen der vielfach unterhalb der Armutsgrenze lebenden Bevölkerung im Delta-Gebiet zu Gute kommt. (nz)

