Premiere-Aktien brechen drastisch ein
21.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Der Ligaverband DFL hatte zuvor die Entscheidung zur Vergabe der Bundesligarechte bekannt gegeben. Die Pay-TV-Rechte erhält demnach Arena, eine hundertprozentige Tochter der Kölner Unity Media. Das Unternehmen ist aus dem Zusammenschluss der Kabelnetztreiber Ish, Iesy und Telecolumbus hervorgegangen. Der bisherige Bundesliga-Partner Premiere geht hingegen bei den Fernsehrechten leer aus. Die wichtigsten Free-TV-Rechte erhält erneut die ARD.
Analyst Christian Schindler sah den Bezahlsender damit «vor eine gravierende Zerreißprobe gestellt». Es gebe keine genauen Angaben darüber, wie viele Kunden durch die Vergabe der Rechte an die Konkurrenz verloren gingen. Zuletzt hatte der Sender etwa 3,4 Millionen zahlenden Abonnenten in der Kundenkartei und wollte die Zahl bis zum Jahresende auf 3,6 Millionen steigern. «In jedem Fall wird es zu einer Neubewertung kommen», kündigte Wertpapier- Experte Schindler von der Landesbank Rheinland-Pfalz an.
Andere Händler ließen sich zitieren, die Nachricht sei ein «Desaster» für das Unternehmen. Premiere ist stark von den Live-Übertragungen von Fußballspielen abhängig. Kunden können das Fußball-Angebot einzeln, aber auch in Kombination mit anderen Angeboten buchen. (nz)

