18.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Französischer Wirtschafts- und Finanzminister Thierry Breton
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Mehr als fünf Millionen Franzosen haben die Aktie des französischen Energiekonzerns EDF gezeichnet. Der Preis für die Papiere wurde am oberen Ende der Preisspanne festgelegt.
Privatanleger müssen für die Aktie des französischen Versorgers Electricité de France (EDF) 32 Euro hinlegen. Der Preis liege damit im «oberen Bereich» der zuvor angekündigten Preisspanne von 28,50 und 33,10 Euro für private Investoren, teilte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Thierry Breton am Freitag in Paris mit. Institutionelle Anleger zahlen für das Papier 33 Euro. Allerdings hatten Experten hier mit einem niedrigeren Preis von 31 bis 32 Euro gerechnet.
«Insgesamt werden mehr als fünf Millionen Franzosen Aktionäre von EDF», sagte Breton. Das sei ein «Rekord und sehr großer Erfolg». Am kommenden Montag soll die Aktie erstmals notiert werden. 15 Prozent der neuen Aktien sollen den EDF-Beschäftigten günstiger angeboten werden.
Umstrittener Börsengang Der von den Gewerkschaften und den Linksparteien heftig kritisierte Börsengang soll der Pariser Regierung Einnahmen in Höhe von rund sieben Milliarden Euro bringen. Mitte Oktober hatte die Gewerkschaft landesweite Proteste gegen die Teil-Privatisierung angekündigt.
Um das zu verhindern, hatte Paris den Versorger dazu verpflichtet, zahlungsunfähigen Privatkunden im Winter nicht den Strom abzustellen und sich an soziale Kriterien zu halten. Zudem sicherte die Regierung zu, dass 85 Prozent des Konzerns auch weiterhin im Besitz des Staates bleiben. (nz)