netzeitung.deEDF geht an die Börse

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Premierminister Dominique de Villepin (l.), EDF-Chef Pierre Gadonneix and Finanzminister Thierry Breton (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Premierminister Dominique de Villepin (l.), EDF-Chef Pierre Gadonneix and Finanzminister Thierry Breton
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Insgesamt 15 Prozent des französischen Energiekonzerns EDF können private Investoren in den kommenden Tagen erwerben. Die Gewerkschaft kündigte landesweite Proteste gegen die Privatisierung an.

Der Widerstand der Gewerkschaften gegen die geplante Teil-Privatisierung des französischen Staatskonzerns Electricité de France (EDF) hat die Regierung nicht umstimmen können. Ab Freitag werden 15 Prozent der Anteile privaten Investoren angeboten, wie Wirtschafts- und Finanzminister Thierry Breton am Montag mitteilte. Auch die Beschäftigten können Aktien erwerben.

Die Ausgabe der Aktien soll EDF maximal sieben Milliarden Euro einbringen. Die Papiere können drei Wochen lang gezeichnet werden und sollen am 21. November erstmals notiert werden. 15 Prozent der neuen Titel werden den EDF-Mitarbeitern begünstigt angeboten.

Im Gegenzug hat sich EDF nach Angaben des Ministers dazu verpflichtet, in den kommenden fünf Jahren 40 Milliarden Euro zu investieren. Das sei ein Drittel mehr als in den fünf Jahren zuvor, sagte Konzernchef Pierre Gadonneix. Rund je die Hälfte der Mittel sollen im Inland und im Ausland investiert werden.

Protestaktionen angekündigt
Der Börsengang wird von den Gewerkschaften und den Linksparteien scharf kritisiert. Um Streiks gegen die Teilprivatisierung vorzubeugen, verpflichtete Villepin die EDF, zahlungsunfähigen Privatkunden im Winter nicht den Strom abzudrehen und soziale Kriterien einzuhalten.

Die Gewerkschaft CGT rief trotzdem umgehend zu landesweiten Protestaktionen
für Dienstag auf. EDF müsse zu 100 Prozent im Staatsbesitz bleiben. Der Vorsitzende der oppositionellen Sozialisten, François Hollande, kündigte an, bei einem Wahlsieg der Linken 2007 werde die Teilprivatisierung rückgängig gemacht. Villepin wies darauf hin, dass der Staat 85 Prozent der Anteile behalten werde und damit mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen 70 Prozent. (nz)