05. Aug 2005 12:54
Während Springer für Stammaktien von ProSiebenSat1 mehr als 23 Euro pro Stück bezahlt, sollen Besitzer von Vorzügen lediglich 14,10 Euro je Aktie erhalten. Für Aktienhändler ist das «eine Frechheit».
Aus bewertungstechnischer Sicht gebe es keinen Grund für die große Differenz zwischen Stämmen und Vorzügen, sagte der Händler weiter. «Das zeigt, dass Springer nur an den Stämmen interessiert ist», kommentierte er. Der Händler rechnet jetzt mit Anfechtungsklagen der Vorzugsaktionäre. «Die Kleinaktionäre und Fondsgesellschaften regen sich zurecht auf», sagte Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) der Netzeitung. Aus Sicht des Verbandes sei das Verhalten des Verlags «nicht nachvollziehbar» und zeige, wie hoch das Stimmrecht bewertet werde. Für ihn ist die Situation ein Signal, dass «endlich Schluss sein muss mit Vorzugsaktien».