23. Mai 2005 13:13
Die Ankündigung vorgezogener Bundestagswahlen hat die Börse beflügelt. Doch die Euphorie dürfte nur von kurzer Dauer sein - für Aktienexperten hat auch die Union keine Lösungen parat.
Die Frankfurter Börse hat mit Kursgewinnen auf die Ankündigung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) reagiert, bereits im Herbst Bundestagswahlen abzuhalten. Doch Aktienexperten erwarten, dass die Freude nur von kurzer Dauer sein wird. «Die Begeisterung hat sich schnell relativiert», sagte Marktanalyst Christian Schmidt von Helaba Trust der Netzeitung und verweist dabei auf die Börsenweisheit von Andre Kostolany: «Politische Börsen haben kurze Beine».«Auch die CDU kann nur in gewissen Grenzen vorgehen», gab Schmidt zu Bedenken. Der Handlungsspielraum der Partei sei begrenzt. Grundsätzlich unterstelle die Börse jedoch einen Regierungswechsel im Herbst. «Das zeige sich vor allem an den Versorgern wie Eon und RWE, die am Montag zu den Gewinnern gehörten. Hier geht die Börse von einer veränderten Energie- und Atompolitik aus», erläuterte Schmidt.