Einbruch an den Börsen:
Schwacher Dow zieht Dax ins Minus
20. Nov 2008 11:16
 |  Händler mussten Verluste hinnehmen | Foto: dpa |
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Schlechte Stimmung an den Börsen: Der Dow Jones fiel am Mittwoch unter die bedeutende 8000er-Marke, in Tokio gingen die Werte ebenfalls auf Talfahrt. Das wirkte sich auch auf den deutschen Aktienmarkt aus.
Negative Vorgaben aus New York haben die deutschen Aktien auf Talfahrt geschickt. Der Dax fiel am Donnerstagmorgen um 3,27 Prozent auf 4211 Zähler. Der M-Dax mittelgroßer Werte büßte 3,78 Prozent auf 4740 Zähler ein. Der Technologieindex Tec-Dax verlor sogar 4,83 Prozent auf 435 Punkte.
Börsianer verwiesen auf Entwicklungen in den USA und Japan. An der Wall Street war der Dow-Jones-Index am Mittwoch um 5,07 Prozent auf 7997,28 Punkte eingebrochen – und blieb damit zum ersten Mal seit fünf Jahren unter der Marke von 8000 Punkten. Neben der anhaltenden Nervosität über das Schicksal der großen Automobilkonzerne hätten auch aktuelle Konjunkturdaten die Stimmung belastet, sagten Marktteilnehmer.
Nikkei mit größten Tagesverlust seit einem Monat
Der Nikkei-225-Index an der Tokioter Börse erlitt an diesem Donnerstag den größten Tagesverlust seit einem Monat. Sorgen über Japans exportabhängige Wirtschaft und der starke Yen belasteten die Kurse. Der Leitindex brach um 6,89 Prozent Prozent auf 7703,04 Punkte ein. Für Bewegung dürften Konjunkturdaten wie die deutschen Erzeugerpreise sowie der Philadelphia Fed Index und die Frühindikatoren aus den USA sorgen.
Metro glaubt an normales Weihnachtsgeschäft
Auf der Nachrichtenseite gibt es vor allem Zahlen von Unternehmen aus der zweiten Reihe. Ansonsten sorgten abermals Medienberichte für Impulse in einzelnen Aktien Beispielsweise rechnet Metro-Unternehmenschef Eckhard Cordes rechnet indes nicht mit einem Einbruch im Weihnachtsgeschäft wegen der Finanzkrise. «Wir erwarten ein normales Weihnachtsgeschäft - es wird nicht fantastisch, aber auch nicht katastrophal», sagte Cordes der «Bild»-Zeitung.
Immerhin hätten die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn in den letzten drei Monaten noch ein Wachstum von sechs Prozent verzeichnet. Zum Ausblick auf 2009, der aktuell sehr schwer einzuschätzen sei, gab sich Cordes zurückhaltend. Der Handelskonzern strahlt einem Händler zufolge den gleichen Optimismus aus wie Arcandor am Vortag: «Die Aktienkurse sprechen aber eine andere Sprache.» Die Titel fielen um 4,24 Prozent auf 20,09 Euro.
Daimler spart 570 Stellen ein
Daimler büßten 3,09 Prozent auf 20,67 Euro ein. In den Mercedes-Werken Rastatt und Gaggenau werden befristete Verträge nicht verlängert und Leiharbeitsverhältnisse aufgelöst, womit insgesamt 570 Stellen eingesparten werden sollen, wie die «Automobilwoche» unter Berufung auf die IG Metall berichtet. Der Stuttgarter Autohersteller bestätigte auf Nachfrage der Zeitung, dass in verschiedenen Werken in nächster Zeit die Zahl der Zeitarbeiter und befristet Beschäftigten verringert werden soll. Ein Händler sagte: «Dass Kürzungen angestrebt werden, überrascht keineswegs und das wurde schon angekündigt.» Die Aktie sei unter Druck, weil sich die Politiker in den USA und Europa weiterhin nicht auf eine Unterstützung der angeschlagenen Autoindustrie einigten. (nz/dpa)