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netzeitung.deFinanzmarktkrise: Überblick vom 17. Oktober

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Banker in New York atmen zwischenzeitlich auf (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Banker in New York atmen zwischenzeitlich auf
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+++ Dax nach turbulenter Woche im Plus +++ Auch ING-Konzern in den roten Zahlen +++ Caisse d'Epargne verliert 600 Millionen +++ AIG stoppt Abfindungen +++ Krise erreicht Österreich +++ Französische Rettung perfekt +++ Krise macht vor Hollywood nicht Halt +++ Rettungspaket ist abgeschickt Dax beendet turbulente Woche im Plus Der deutsche Aktienmarkt hat eine weitere turbulente Handelswoche im Bann der Finanzkrise am Freitag positiv beendet. Der Leitindex Dax legte nach einer erneuten Berg- und Talfahrt im Handelsverlauf schließlich 3,43 Prozent auf 4781,33 Punkte. Auf Wochensicht stehen damit bei dem deutschen Leitindex plus 5,22 Prozent zu Buche. Der M-Dax gewann zum Wochenende 1,53 Prozent auf 5419,69 Zähler. Der technologielastige Tec-Dax rückte um 3,71 Prozent auf 545,89 Punkte vor. ING-Konzern in rioten Zahlen Der niederländische Finanzkonzern ING ist wegen der Finanzkrise in die roten Zahlen gerutscht. Zwischen Juli und September sei ein Verlust von rund 500 Millionen Euro angefallen, teilte das Unternehmen überraschend mit. Die anhaltende Krise habe das Ergebnis mit 1,6 Milliarden Euro belastet. Zudem musste der Bank- und Versicherungskonzern nicht gewinnwirksame Abschreibungen vornehmen, die das Eigenkapital um 1,5 Milliarden Euro nach unten drückten. Damit hat die Finanzkrise jetzt auch ING voll erwischt. In den ersten sechs Monaten hatte der Konzern noch einen Gewinn von 3,46 Milliarden Euro erzielt, das sind auf vergleichbarer Basis rund 22 Prozent weniger als vor einem Jahr. «Marktzwischenfall»: Caisse d'Epargne verliert 600 Millionen Die französische Caisse d'Epargne hat beim Handel mit Aktienderivaten einen Verlust von 600 Millionen Euro gemacht. Das Auf und Ab der Märkte sowie der Börsenkrach der vergangenen Woche hätten zu einem «Marktzwischenfall» geführt, teilte die Sparkassen-Gruppe in Paris mit. Die Solidität sei jedoch nicht gefährdet, da das Unternehmen über Rücklagen in Höhe von 20 Milliarden Euro verfüge, hieß es weiter. Der Vorfall werde sich nicht auf das Geschäft mit Privatkunden auswirken. (dpa) AIG stoppt Abfindungszahlungen Auf Druck der Behörden hat der vom Staat gerettete US-Versicherer AIG umstrittene Millionenzahlungen an Ex-Manager gestoppt. Der mit einem Mega-Kredit gestützte Konzern will zudem bereits geleistete hohe Abfindungen überprüfen lassen. Nach massiver öffentlicher Kritik hatte der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo den Versicherer ins Visier genommen. Dem früheren AIG-Finanzchef Steven Bensinger entgeht nun seine vereinbarte Abfindung von rund 10 Millionen Dollar. (dpa) Dax findet keine Richtung Der deutsche Aktienmarkt hat seine frühen Gewinne bis zum Mittag eingebüßt und ist auf uneinheitliches Terrain zurückgefallen. Der Dax stand nach einem zunächst kurzen Ausflug ins Minus zuletzt wieder mit 0,17 Prozent im Plus bei 4630,79 Punkten, während der M-Dax um 0,17 Prozent auf 5328,85 Zähler fiel. Der Tec-Dax hielt sich mit 0,77 Prozent auf 530,39 Punkten im Plus. Händler verwiesen auf die Befürchtung einer negativen Eröffnung an den US-Börsen, die den positiven Einfluss der Vorgaben aus Übersee schnell wieder zunichte gemacht habe. Die US-Indexfutures sind deutlich ins Minus gerutscht. Die starke Volatilität halte unterdessen an. (dpa-AFX) Finanzkrise erreicht Österreich Die internationale Finanzkrise hat Österreich erreicht: Die Constantia Privatbank mit einem Kundenvermögen von rund zehn Milliarden Euro wird von den fünf führenden Banken des Landes übernommen. Sie hatte als erstes Geldinstitut im Alpenland von Liquiditätsproblemen berichtet. Durch die Übernahme mit Hilfe des Staates solle das Vermögen der Anleger geschützt werden, teilte die österreichische Nationalbank am Freitag in Wien mit. Um das Geldhaus wieder mit ausreichender Liquidität auszustatten, stellen die UniCredit Bank Austria, die Erste Group Bank, die Raiffeisen Zentralbank, die österreichischen Volksbanken und die BAWAG gemeinsam 400 Millionen Euro zur Verfügung. 50 Millionen Euro kommen von der Nationalbank. Die Republik Österreich haftet im Rahmen des am Montag von der Regierung geschnürten Rettungspaketes zur Finanzkrise. Die fünf Banken wollen eine Zweckgesellschaft gründen, die alle Aktien der Constantia übernimmt und das Geldinstitut weiterführt. Wie viele andere EU-Länder hatte auch Österreich am Montag ein Sicherungspaket für möglicherweise angeschlagene Banken geschnürt. Die 100 Milliarden Euro setzen sich aus 85 Milliarden Euro an staatlichen Garantien und 15 Milliarden Euro zur Eigenkapitalstärkung einzelner Banken zusammen. Bei der Constantia Privatbank arbeiten 260 Mitarbeitern. Sie hat eine Bilanzsumme von rund 1,2 Milliarden Euro und fungiert für mehr als 250 Investmentfonds als Depotbank. (dpa) Finanzkrise macht vor Hollywood nicht Halt Französische Rettungsmaßnahmen sind perfekt Mit der Veröffentlichung im Gesetzesblatt ist am Freitag das französische Paket zur Rettung des Bankensektors in Kraft getreten. Es hat einen Umfang von 360 Millionen Euro. Beide Kammern des Parlaments hatten den von Präsident Nicolas Sarkozy vorgelegten Plan in den vergangenen Tagen im Eiltempo bewilligt. (AP) Das Rettungspaket ist abgeschickt Nikkei erholt sich Die Aktienbörse in Tokio hat am Freitag nach den schweren Vortagsverlusten etwas Boden gut gemacht. Der Nikkei-225-Index stieg um 2,78 Prozent auf 8693,82 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Plus von 5,04 Prozent. Der breit gefasste Topix rückte um 3,44 Prozent auf 894,29 Zähler vor. Beflügelt wurde der Markt Händlern zufolge durch die Vorgabe der Wall Street, die nach einer wilden Achterbahnfahrt deutlich zugelegt hatte. Sorgen über die Wirtschaftsentwicklung jedoch begrenzten die Gewinn bei Exporttiteln wie etwa Canon (dpa-AFX) Mexiko verkauft Währungsreserven Die mexikanische Zentralbank hat Währungsreserven von 1,9 Milliarden Dollar verkauft, um den dramatischen Kursverfall der Landeswährung zu stoppen. Die Bank griff in den Devisenhandel ein, nachdem der Peso am Donnerstag um 4,6 Prozent gefallen war. Für einen Dollar mussten 13,5 Pesos gezahlt werden. Nach der Verkaufsaktion stabilisierte sich der Kurs etwas auf 13,1. Die Bank hat angekündigt, weitere Devisenreserven zu kaufen, um die Landeswährung zu verteidigen. Zentralbankpräsident Guillermo Ortiz sagte, Mexiko werden ohne Zweifel die Auswirkungen der in den USA erwarteten Rezession zu spüren bekommen. (AP) Ackermann macht einen auf Samariter

Dax beendet turbulente Woche im Plus
Der deutsche Aktienmarkt hat eine weitere turbulente Handelswoche im Bann der Finanzkrise am Freitag positiv beendet. Der Leitindex Dax legte nach einer erneuten Berg- und Talfahrt im Handelsverlauf schließlich 3,43 Prozent auf 4781,33 Punkte. Auf Wochensicht stehen damit bei dem deutschen Leitindex plus 5,22 Prozent zu Buche. Der M-Dax gewann zum Wochenende 1,53 Prozent auf 5419,69 Zähler. Der technologielastige Tec-Dax rückte um 3,71 Prozent auf 545,89 Punkte vor.
ING-Konzern in rioten Zahlen
Der niederländische Finanzkonzern ING ist wegen der Finanzkrise in die roten Zahlen gerutscht. Zwischen Juli und September sei ein Verlust von rund 500 Millionen Euro angefallen, teilte das Unternehmen überraschend mit. Die anhaltende Krise habe das Ergebnis mit 1,6 Milliarden Euro belastet. Zudem musste der Bank- und Versicherungskonzern nicht gewinnwirksame Abschreibungen vornehmen, die das Eigenkapital um 1,5 Milliarden Euro nach unten drückten.
Damit hat die Finanzkrise jetzt auch ING voll erwischt. In den ersten sechs Monaten hatte der Konzern noch einen Gewinn von 3,46 Milliarden Euro erzielt, das sind auf vergleichbarer Basis rund 22 Prozent weniger als vor einem Jahr.
«Marktzwischenfall»: Caisse d'Epargne verliert 600 Millionen
Die französische Caisse d'Epargne hat beim Handel mit Aktienderivaten einen Verlust von 600 Millionen Euro gemacht. Das Auf und Ab der Märkte sowie der Börsenkrach der vergangenen Woche hätten zu einem «Marktzwischenfall» geführt, teilte die Sparkassen-Gruppe in Paris mit. Die Solidität sei jedoch nicht gefährdet, da das Unternehmen über Rücklagen in Höhe von 20 Milliarden Euro verfüge, hieß es weiter. Der Vorfall werde sich nicht auf das Geschäft mit Privatkunden auswirken. (dpa)
AIG stoppt Abfindungszahlungen
Auf Druck der Behörden hat der vom Staat gerettete US-Versicherer AIG umstrittene Millionenzahlungen an Ex-Manager gestoppt. Der mit einem Mega-Kredit gestützte Konzern will zudem bereits geleistete hohe Abfindungen überprüfen lassen. Nach massiver öffentlicher Kritik hatte der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo den Versicherer ins Visier genommen. Dem früheren AIG-Finanzchef Steven Bensinger entgeht nun seine vereinbarte Abfindung von rund 10 Millionen Dollar. (dpa)
Dax findet keine Richtung
Der deutsche Aktienmarkt hat seine frühen Gewinne bis zum Mittag eingebüßt und ist auf uneinheitliches Terrain zurückgefallen. Der Dax stand nach einem zunächst kurzen Ausflug ins Minus zuletzt wieder mit 0,17 Prozent im Plus bei 4630,79 Punkten, während der M-Dax um 0,17 Prozent auf 5328,85 Zähler fiel. Der Tec-Dax hielt sich mit 0,77 Prozent auf 530,39 Punkten im Plus.

Händler verwiesen auf die Befürchtung einer negativen Eröffnung an den US-Börsen, die den positiven Einfluss der Vorgaben aus Übersee schnell wieder zunichte gemacht habe. Die US-Indexfutures sind deutlich ins Minus gerutscht. Die starke Volatilität halte unterdessen an. (dpa-AFX)

Finanzkrise erreicht Österreich
Die internationale Finanzkrise hat Österreich erreicht: Die Constantia Privatbank mit einem Kundenvermögen von rund zehn Milliarden Euro wird von den fünf führenden Banken des Landes übernommen. Sie hatte als erstes Geldinstitut im Alpenland von Liquiditätsproblemen berichtet. Durch die Übernahme mit Hilfe des Staates solle das Vermögen der Anleger geschützt werden, teilte die österreichische Nationalbank am Freitag in Wien mit.

Um das Geldhaus wieder mit ausreichender Liquidität auszustatten, stellen die UniCredit Bank Austria, die Erste Group Bank, die Raiffeisen Zentralbank, die österreichischen Volksbanken und die BAWAG gemeinsam 400 Millionen Euro zur Verfügung. 50 Millionen Euro kommen von der Nationalbank. Die Republik Österreich haftet im Rahmen des am Montag von der Regierung geschnürten Rettungspaketes zur Finanzkrise. Die fünf Banken wollen eine Zweckgesellschaft gründen, die alle Aktien der Constantia übernimmt und das Geldinstitut weiterführt.

Wie viele andere EU-Länder hatte auch Österreich am Montag ein Sicherungspaket für möglicherweise angeschlagene Banken geschnürt. Die 100 Milliarden Euro setzen sich aus 85 Milliarden Euro an staatlichen Garantien und 15 Milliarden Euro zur Eigenkapitalstärkung einzelner Banken zusammen. Bei der Constantia Privatbank arbeiten 260 Mitarbeitern. Sie hat eine Bilanzsumme von rund 1,2 Milliarden Euro und fungiert für mehr als 250 Investmentfonds als Depotbank. (dpa)

Finanzkrise macht vor Hollywood nicht Halt
Das Filmstudio Paramount setzt angesichts der Finanzkrise den Rotstift an. Ein Konkurrent will dagegen aus den Marktturbulenzen Kapital schlagen - mit einem Spielfilm über skrupellose Börsianer. Zum Artikel>>>
Französische Rettungsmaßnahmen sind perfekt
Mit der Veröffentlichung im Gesetzesblatt ist am Freitag das französische Paket zur Rettung des Bankensektors in Kraft getreten. Es hat einen Umfang von 360 Millionen Euro. Beide Kammern des Parlaments hatten den von Präsident Nicolas Sarkozy vorgelegten Plan in den vergangenen Tagen im Eiltempo bewilligt. (AP)
Das Rettungspaket ist abgeschickt
Es könnte als das schnellste Gesetz der Bundesrepublik in die Geschichte eingehen: Der Bundestag hat das Rettungspaket zur Bankenkrise verabschiedet. Zwei Fraktionen stimmten dagegen.Zum Artikel>>>Nikkei erholt sich
Die Aktienbörse in Tokio hat am Freitag nach den schweren Vortagsverlusten etwas Boden gut gemacht. Der Nikkei-225-Index stieg um 2,78 Prozent auf 8693,82 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Plus von 5,04 Prozent. Der breit gefasste Topix rückte um 3,44 Prozent auf 894,29 Zähler vor.

Beflügelt wurde der Markt Händlern zufolge durch die Vorgabe der Wall Street, die nach einer wilden Achterbahnfahrt deutlich zugelegt hatte. Sorgen über die Wirtschaftsentwicklung jedoch begrenzten die Gewinn bei Exporttiteln wie etwa Canon (dpa-AFX)

Mexiko verkauft Währungsreserven
Die mexikanische Zentralbank hat Währungsreserven von 1,9 Milliarden Dollar verkauft, um den dramatischen Kursverfall der Landeswährung zu stoppen. Die Bank griff in den Devisenhandel ein, nachdem der Peso am Donnerstag um 4,6 Prozent gefallen war. Für einen Dollar mussten 13,5 Pesos gezahlt werden. Nach der Verkaufsaktion stabilisierte sich der Kurs etwas auf 13,1. Die Bank hat angekündigt, weitere Devisenreserven zu kaufen, um die Landeswährung zu verteidigen. Zentralbankpräsident Guillermo Ortiz sagte, Mexiko werden ohne Zweifel die Auswirkungen der in den USA erwarteten Rezession zu spüren bekommen. (AP)

Ackermann macht einen auf Samariter
Bevor das riesige Rettungspaket nun im Eilverfahren verabschiedet werden soll, meldet der Bankchef seinen Verzicht auf Zusatz-Zahlungen. Die CSU-Fraktion verlangt Entschuldigungen von ihm und seinen Kollegen. Zum Artikel>>>