Rekordpreis an Rohstoffbörse:
Öl kostet mehr als 140 Dollar
26.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Auslöser des Preissprungs war eine Einschätzung des Präsidenten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) Chakib Khelil. Seiner Auffassung nach dürfte der Ölpreis im Sommer auf 150 bis 170 Dollar je Barrel steigen. Zum Jahresende könnten die Preise aber wieder sinken, sagte der Präsident am Donnerstag dem französischen Fernsehsender «France 24».
Auf kurze Sicht dürfte der Ölpreis auf hohem Niveau weiter schwankend bleiben, schrieb der Rohstoffexperte der Commerzbank, Eugen Weinberg. Der Streik der Angestellten bei Chevron in Nigeria, der am Donnerstag in den dritten Tag ging, aber bislang noch nicht zu Produktionsausfällen geführt habe, halte die Spannung am Markt. Zudem ziehe auch die nahe Marke von 150 Dollar den Ölpreis noch nach oben.
Unterdessen gehen Händler davon aus, dass die Heizölpreise trotz einer leichten Entspannung am Markt bis Ende des Jahres nicht spürbar sinken werden. Neben einem relativ niedrigen Angebot an Öl drückten der traditionell hohe Spritverbrauch in den Sommermonaten und voraussichtlich von Herbst an die beginnende Heizsaison auf die Preise, sagte der Zweite Vorsitzende des Verbandes für Energiehandel (VEH) Südwest-Mitte, Bernd Schilly, in Stuttgart. Derzeit koste der Liter Super-Heizöl etwa 97 Cent. Im vergangenen halben Jahr sei der Heizölpreis um ein Viertel gestiegen. (dpa/AP)

