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Aufschwung am Arbeitsmarkt: 

Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter

30. Apr 2008 10:10, ergänzt 10:11
Die Agentur für Arbeit hat weniger Arbeitslose in der Statistik
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Die guten Konjunkturdaten sorgen in Deutschland für weniger Arbeitslose. Im April liegt die Arbeitslosenquote bei 8,1 Prozent. Damit ist die Arbeitslosigkeit aber geringer gesunken als erwartet.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April um 94.000 auf 3.414.000 gesunken. Das waren 563.000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Punkte auf 8,1 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 9,5 Prozent gelegen.

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte, die Arbeitsmarktentwicklung werde weiter von der guten Konjunktur getragen. «Die Arbeitslosigkeit ist im April allerdings geringer als erwartet gesunken.» Das liege auch daran, dass wegen weniger Winterarbeitslosigkeit der Abbau entsprechend geringer ausgefallen sei, sagte Weise.

Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im April um 7000 auf 3,299 Millionen gesunken. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 5000 ab, im Osten ging sie um 2000 zurück.

SPD-Chef Kurt Beck und sein Vize Frank-Walter Steinmeier sehen gute Chancen dafür, dass die Zahl der Arbeitslosen im laufenden Jahr unter drei Millionen sinkt. Ziel für das nächste Jahrzehnt sei die Vollbeschäftigung, schreiben die SPD-Politiker in einem Aufsatz für die «Süddeutsche Zeitung». Auch Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) zeigte sich angesichts weiter sinkender Arbeitslosenzahlen zuversichtlich, das Ziel der Vollbeschäftigung in absehbarer Zeit zu erreichen. «Vollbeschäftigung ist kein Traum, sondern ein realistisches Ziel. Dieses Ziel hatten viele viel zu lange aus den Augen verloren», sagte er der «Bild»- Zeitung.

Beck und Steinmeier verteidigten einerseits die Reformpolitik der vergangenen Jahre. Zum anderen betonten sie, dass weitere Reformen im Bereich Bildung und Innovationen sowie bessere Aufstiegschancen für Menschen aus sozial schwächeren Schichten nötig seien. «Wir wollen die Arbeitslosigkeit nicht nur bekämpfen - wir wollen sie besiegen. Unser Ziel für das nächste Jahrzehnt ist: Vollbeschäftigung zu guten Löhnen und fairen Arbeitsbedingungen», zitiert die Zeitung aus dem Text von Beck und Steinmeier. (dpa)

 
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